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Verkehr in Mannheim Fahrlachtunnel wirft Fragen auf

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Mannheim. Zum Artikel „Fahrlach frühestens im Sommer offen“ vom 25. November:

Joachim König, Mannheim

Man mag über das Wirken unserer Stadtverwaltung geteilter Meinung sein, die Reaktion unserer Rathausgranden betreffend den Fahrlachtunnel wirft allerdings Fragen auf. Eine der wichtigsten Trassen dieser Stadt wird ohne Vorankündigung an einem Spätnachmittag für den Verkehr gesperrt. Man blockiert die Einfahrt mit einigen Sperrbarken und wähnt sich somit auf der sicheren Seite, ein Problem betreffend, von dem der staunende Verkehrsteilnehmer bisher gar nicht wusste, dass es ein Problem gibt.

Jedenfalls ist es mit dem Aufstellen einiger Barken unserer Stadtverwaltung erfolgreich gelungen, den Alltag tausender Autofahrer tiefgreifend zu verändern. Man beraubt sie eines Teils ihrer Freizeit, indem man die Fahrt zum Arbeitsplatz um bis zu einer Stunde verlängert. Der „MM“ hat ausführlich über diese Situation berichtet, erhielt lediglich zur Antwort, man könne aus dem Rathausfenster heraus keinen Stau erkennen oder noch besser: „der Verkehr wird sich seinen Weg suchen“. Überraschenderweise tut er das auch, wie täglich am Verkehrschaos in der Innenstadt zu bestaunen ist.

„Dezernats-Ping-Pong“ 

Nun wissen wir ja alle, dass der motorisierte Verkehr in unserem Rathaus nicht unbedingt Priorität genießt, doch die komplette Schließung des Fahrlachtunnels wirft Fragen auf, die über die teilweise arroganten Reaktionen der in diesem Fall zuständigen Mitarbeiter hinausgehen. Wer wusste wann von den verschärften Sicherheitsrichtlinien, die seit Jahren für derartige Bauwerke existieren? Warum wurde bei den regelmäßigen „Wartungsarbeiten“ der Tunnel nicht nach diesen Vorgaben hin überprüft? Schob man sich dezernatsübergreifend die Verantwortung hin und her und spielte „Dezernats-Ping-Pong“?

Und zuletzt: Wer ist in Panik um seinen gut bezahlten Job bei der Stadtverwaltung, sollte man diese Fehlleistung, die in den Alltag unzähliger Berufstätiger eingreift, hartnäckig weiterverfolgen? Ich hoffe, der „Mannheimer Morgen“ wird weiter berichten. 

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Joanna Schmidt, Mannheim

Es ist ein Skandal. Und die Metropolregion Rhein-Neckar schaut geduldig und verständnisvoll zu. Kaum zu fassen, was die pure Unfähigkeit im städtischen Bauamt alleine auf den Straßen in Mannheim produziert. Kein noch so schlechtes Film-Drehbuch wäre dazu in der Lage, was die vermeintlichen „Bauexperten“ seit Jahren abliefern. Eine von Misswirtschaft, fehlender Planung, Ignoranz und Dilettantismus geprägte Arbeitsweise sind das traurige Aushängeschild unserer Stadt und der Region. Inzwischen wohl eher tiefste Provinz auf dem Weg zur Verwahrlosung.

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Veröffentlicht
Von
Sebastian Koch
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