Leserbrief - Zu „Kein Rücktritt, kein Rauswurf:. . .“ (FN 19. November) Es ist höchste Zeit

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Leserbrief-Schreiber: Sascha Möbius
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Mittwoch Abend, ARD, 20.15 Uhr und kein Brennpunkt – und warum? Weil auch in unseren Landen einer verzweifelt an seinem Amt festhält, die klare Niederlage nicht anerkennt und weiter von seinem Umfeld gestützt und protegiert wird.

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Da werden seit Jahren Ergebnisse schöngeredet und Probleme wegdiskutiert. Genau, ich spreche von Jogi Löw, dem DFB mit Teammanager Oliver Bierhof und „Der Mannschaft“, wie sie seit dem WM-Erfolg 2014 gerne mit stolzgeschwellter Brust genannt wird. Bereits seit dem kläglichen Abschneiden bei der WM 2018 schwelt die Kritik am Bundestrainer – ohne Konsequenz. Auch die Bilanz der näheren Vergangenheit ist ernüchternd. 18 Spiele in Folge war die Mannschaft ungeschlagen, so konnte man es in so mancher Presseverlautbarung lesen und das ist reichlich aufgehübscht, denn schaut man sich die acht Spiele in 2020 an, so kommt man auf eine Bilanz von gerade mal drei Siegen, und die waren, wie zuletzt gegen Teams aus der Ukraine und Tschechien, sagen wir mal mittelmäßig bis unterirdisch.

Quittiert haben das Fans und Anhänger bereits seit längerem durch regelmäßiger weg- und abschalten bei den Fernsehübertragungen.

Am Dienstag in Sevilla ist die Blase um das Team dann jäh geplatzt. Jogi Löw hat die Leistung seiner Mannschaft nach dem Spiel gegen Spanien zumindest korrekt eingeschätzt: „. . . es war nichts gut“.

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Mein Fazit: Wenn das Team uninspiriert, ideenlos, körperlos, ohne System, ohne Spieler, die vorangehen, und ohne einem Trainer, der Impulse setzt, auftritt dann ist es höchste Zeit für das Team hinter dem Team zu gehen.