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Einfache Parolen schädlich

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Zum Artikel „Stadtplaner über überhitzte Quadrate: Darum muss das Auto raus aus Mannheim“ vom 2. September:

Das große Fachwissen unseres Kollegen Professor Markus Neppl ist völlig unstrittig, und seine Mannheim-Kenntnisse sicher auch. Allerdings – da bestehe ich darauf – ist im Entwicklungskonzept-Innenstadt-Dokument aus guten Gründen keine Bebauung im Friedrichspark dargestellt und kann daher auch nicht daraus hergeleitet werden.

Ich kann nicht ausschließen, dass in internen Runden darüber gesprochen wurde, denn es ist schon länger ein (heute leider nicht mehr) stiller Wunsch der Universität gewesen. Und es ist sehr schade, dass er sich dazu hinreißen lässt, die Diskussion über eine Bebauung im Friedrichspark als bloß symbolisch hinzustellen. Es geht nicht um Verhinderung der Uni-Entwicklung, sondern um die Auswahl geeigneter Standorte unter Berücksichtigung aller Aspekte.

Ernst der Lage nicht angemessen

Es ist auch nicht nachvollziehbar, in welcher Weise die von der Uni geplante Bebauung einen Beitrag zum Schallschutz leisten könnten. Es ist zwar viel von Fassadenbegrünung die Rede, das wird aber kaum etwas ausrichten (übrigens leider auch in Bezug auf Kleinklima entsteht eine im Verhältnis zum Invest eher bescheidene Wirkung).

Professor Neppl widerspricht sich auch selbst, denn am Ende des Interviews weist er auf die Komplexität bei Bewertung von Stadtklima und Neubauten hin. Herstellung und insbesondere der Betrieb von Gebäuden ist und bleibt tatsächlich sehr energieaufwendig. Aber einfach weiterwursteln und behaupten „die Autos sind schuld“ – das kann ja nicht dem Ernst der Lage angemessen sein. Die Sachlage ist komplex, und so vermeintlich einfache Parolen zu verbreiten, ist schädlich!

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Von
Johannes Striffler
Ort
Mannheim
Datum
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Info: Originalartikel unter https://bit.ly/2Z7k2kB 

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