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Ehrlichkeit bei Selbstanalyse

Lesedauer

Zur Debatte „Ist Scheitern gut für den Charakter, Herr Pawlik?“ vom 12. Juni:

Ohne viele wissenschaftliche Fachausdrücke plaudert der Autor aus dem authentisch anmutenden eigenen Erfahrungsschatz. Labile Charaktere können an einem Scheitern zerbrechen, geformte Charaktere können aus Niederlagen ihre Lehren ziehen. Ziehe ich meine Lehren, muss ich mich zwangsläufig mit der Materie auskennen, mit mir selbst, mit meinen Stärken und Schwächen und mit dem System, in welchem ich gescheitert bin. So sollte jeder für sich die Frage beantworten, ob und wie weit er sich mit den Strategien einer Mikroeinheit (Firma, Verein, etc.) oder einer Makroeinheit (Staat) arrangieren kann und muss, wir haben zumindest im europäischen Raum die freie Auswahl.

System akzeptiert

Systeme haben ihre geschriebenen und ungeschriebenen Normen, oft ist es mühsam, diejenigen zu ergründen, die nicht der Papierform genügen, weil sie oft mit dem geltenden Gesetz nicht in Einklang gebracht werden können. Wenn der Autor schreibt, er habe etwas systematisch falsch gemacht, hat er das System als solches akzeptiert. Die radikale Ehrlichkeit bei der Selbstanalyse setzt auch die Kenntnis meines Inneren voraus. Es ist nie so perfekt, wie das vielleicht unterbewusst vom System gewünscht wird. Wer Schein und Sein bei System und Mensch unterscheiden kann, ist der charakterliche Gewinner bei einem eventuellen Scheitern.

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/2S1FkN7

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