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Dreckige zwischen Rhein und Neckar

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Zum Artikel „Im Kampf gegen den Müll“ vom 9. April:

Als Radfahrerin, die aus dem Mannheimer Norden in die Innenstadt zur Arbeit radelt, finde ich, dass die häufigere Leerung der Tonnen nicht ausreicht (falls das überhaupt auch für die Außenbezirke geplant ist). Es gibt viele Strecken, an denen überhaupt keine Mülltonnen aufgestellt sind. Der schmale Grünstreifen entlang der Schallschutzwand zwischen dem Waldhof und dem Luzenberg lässt sich als Frühstücks-Speisekarte der Schulkinder lesen, die täglich dort entlang gehen.

Der Abschnitt von der Luzenbergschule bis hinunter zum Aldi an der Untermühlaustraße erfreut das Auge mit Umverpackungen und den Kaffee-To-Go-Wegwerfbechern des auf dem Parkplatz ansässigen Bäckers. Seit der Landtagswahl liegen in den Böschungen und auf Grünflächen unzählige verwehte „Reste“ von Wahlplakaten, die von den Parteien offenbar nicht mehr an dem Ort gefunden wurden, wo sie ursprünglich befestigt worden waren. 

Nehme „Sauberkeitsgefälle“ wahr

Die vielen Masken, die seit Pandemiebeginn überall auf Straßen und Gehwegen liegen, sind neu im Programm. Ich nehme vom Fahrrad aus ein deutliches „Sauberkeitsgefälle“ wahr: Je weiter ich mich von der Innenstadt entferne, desto dreckiger wird es. Mannheim ist leider nicht die Schöne, sondern die Dreckige zwischen Rhein und Neckar!

Es ist erschreckend, wie viele Menschen einfach ihren Müll an sehr vielen Stellen in der Stadt abladen und alles verschmutzen. Auf dem neu gestalteten Bereich Taylor-Park wurden schöne Wiesen mit Liegeflächen, Spielmöglichkeiten und so weiter angelegt. Beim Walken vor ein paar Tagen waren die ganzen Flächen übersät mit Glassplittern, die scheinbar von feiernden Gruppen in der Nacht dort zerschmettert wurden. Wir reden nicht von einer Flasche, sondern es müssen unzählige gewesen sein.

Kein Verständnis

Wenn es jetzt wärmer wird, kann man kein Kind barfuß auf diesen Rasenflächen spielen lassen. Auch die Wege waren voll mit kleinen Splittern. Für diese Verschmutzungen und Beschädigungen habe ich keinerlei Verständnis. Keiner hat etwas dagegen, wenn sich dort Menschen treffen, um zu feiern, aber sie sollten Verantwortung dafür tragen, dass man auch bei Tag dort noch die Flächen sorglos nutzen kann.

Die Flächen werden tagsüber gerne und rege genutzt von Skatern, Basketballspielern, Familien und so weiter. Vielleicht sollten genau diese Menschen sich dafür stark machen, dass nicht in der Nacht durch andere Vieles zerstört wird. Dies würde ich mir auch für andere Plätze in der Stadt wünschen, damit alle daran Freude haben – bei Tag und Nacht. Beate Heckmann, Mannheim

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3sziDfw

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