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Leserbrief Die Gendersprache als Thema

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Zum Thema Gendersprache:

Ich gehe immer noch zum Bäcker (Maskulium) und freue mich über nette Bedienung, ohne mich im Nachgang zu entschuldigen, dass das Brot ja möglicherweise von einer Bäckerin gebacken worden ist.

Sprache ist lebendig, wenn ich meine, künstlich eine grammatikalische Form zu erfinden, um allen Geschlechtern gerecht zu werden, muss ich die englische Variante wählen: nur noch einen (sächlichen) Artikel. Und für die Überkorrekten: DAS Brot backt nicht das Bäcker, sondern das Ofen.

Die geschlechtliche Vielfalt der Mitmenschen ist erst in der Neuzeit spruchreif geworden. Vieles habe ich nicht gewusst, weil ich zur Generation gehöre, die im Krieg geboren wurde. „Wenn jemand mit dir spricht, schau‘ ihn dabei an!“, war eine der höflichen Erziehungsmaßnahmen meiner Eltern, und ich habe sie befolgt! Immer! Vor mir stehen „Menschen“, egal welchen Geschlechts, welcher Herkunft. Es spielt keine Rolle! Was ist besser, sich achtungsvoll zu verhalten oder etwas bis zum Sanktnimmerleinstag zu „zerreden“?

Beschriftung von Toilettentüren

Frauinnen, Herrinnen, Herrfrauinnen, Frauherrinnen, Daminnen, Herrinnen, Damherrinnen, Herrdaminnen, Dammänninen, Männdaminnen, Junginnen, Mädinnen, Jungmädinnen, Mädjunginnen, Knaben, Mädchen, Knabinnen, Mäbchinnen, Knabmädchinnen, Mädknabinnen, Buben, Bubinnen, Fräulein, Fräuleininnen, Herrleininnen, Fräumanninnen, Herrfräulinnen, Fräuherrlinnen, Männfräulinnen!

Also ich bleibe bei: Damen und Herren. Da kann der Konrad Duden sagen, was er will! Wenn das auf die Toilettentüren oder Umkleideraumtüren soll, na dann viel Spaß!

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Jürgen Temp
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Veröffentlicht
Kommentar von
Michael Backfisch
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