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Pandemie Das schreiben Leserinnen und Leser zum Thema Corona

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Eine Frau hält in einer Apotheke ihr Smartphone mit der App des sächsischen Startups „pass4all“ vor einen QR-Code, um sich zu einem Corona-Schnelltest zu registrieren. Die Ergebnisse werden erstmals in der dazugehörigen App hinterlegt. Doch was machen Menschen ohne Smartphone? © dpa

Zum Thema Corona:

Ist das nicht ein weltfremder Appell unseres Bundespräsidenten, die reichen Länder und natürlich Deutschland mögen jetzt von ihrem Kontingent etwas an die armen Länder abgeben? Gerade in Deutschland, wo der nicht ausreichend verfügbare Impfstoff in jedem Artikel der Zeitung und in allen Medien thematisiert wird! Und den anderen europäischen Ländern, die man auch zu den „Reichen“ zählt, geht es doch genauso. Da wäre mehr Realitätssinn unseres Präsidenten glaubhafter, auch gegenüber der WHO.

Ganz nebenbei, die USA, welche sicher sehr von der Pandemie betroffen sind, erhalten von Pfizer/Biontech und Moderna bis Ende Juli 600 Millionen Impfdosen und haben Stand Mitte Februar bereits 44 Millionen Personen geimpft. Trotzdem geht aus den USA keine einzige Impfdose in ein anderes Land. Aber das kann sich ja noch ändern.

Peter Krebs, Mannheim

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Gunter Engert
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Wenn die Impfung und die Digitalisierung in diesem Schneckentempo weiter geht, sind wir 2030 nicht fertig! Das bedeutet für alle politischen Parteien: Vollgas!

Harald Niemeyer, Mannheim

Ach, was habe ich mich gefreut, das Land Baden-Württemberg beginnt ab sofort Personen bis einschließlich 64 zu impfen, so steht es zumindest auf der Homepage. Auch zwei Impftermine konnte ich buchen mit Altersangabe 74. Papier ist geduldig, leider wurde ich heute Morgen am Einlass abgewiesen, ich sei nicht impfberechtigt – meine Terminbestätigung sei wertlos – Fehler im System, nur Personen ab 80. Eine Absage habe ich nicht bekommen, nur Ärger.

Gerda Steinbüchel, Mannheim

Was sehr auffallend bei Corona ist, dass Covid-19 schon ein merkwürdiges Virus darstellt. Es kann unterscheiden zwischen angenehm-freudigen und unliebsamen Dingen. Will heißen: Alles, was dem Menschen Freude bereitet, wird verboten beziehungsweise untersagt (Kino, Theater, Konzerte, Friseurbesuche, Urlaub, Blumengeschäfte, Sportveranstaltungen, Wein- und Bierfeste, Mathaise-, Weihnachts- und Maimarkt, Fitnesscenter und vieles mehr). Während weniger freudige Dinge erlaubt sind, zum Beispiel zur Arbeit zu gehen. Ebenso kann ich in der Apotheke Medikamente besorgen, beim Discounter einkaufen – mit 50 anwesenden Personen aus verschiedenen Haushalten könnte man locker einen Stammtisch gründen – während im Privaten der Kontakt sehr minimiert wurde, und Großkonzerne dürfen auch weiterhin produzieren.

Speziell diese Unternehmen verdienen sich in der Pandemie eine goldene Nase, während man die Kleinbetriebe an die Wand fährt. Die Bevölkerung tut schon alles, damit die Infektionszahlen sinken. Aber dennoch hat man den Eindruck, dass die Verordnungen verschärft werden, und nach Sinken der Inzidenzzahlen urplötzlich neue Mutanten auftreten.

Impfstoffe werden massenhaft produziert, obwohl man die eigentliche Ursache von Corona nach wie vor nicht zu 100 Prozent kennt. Also kommt ein Impfstoff nach sehr kurzer Forschungszeit auf den Markt. Aber nach welchen Kriterien, ohne den eigentlichen Auslöser zu kennen? Was ich persönlich jedenfalls nicht glaube, ist, dass die Politik ein Instrument zur Gängelung der Menschen gesucht und 2020 eingeführt hat – welches sie – je nach Belieben lockern oder verschärfen kann – ganz nach Gutdünken. Und somit könnte man ein solches Instrument bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag anwenden.

Gunter Engert, Mannheim

Wie hatte ich mich gefreut, als ich die Information bekam, dass wir Lehrer uns jetzt gegen Corona impfen lassen dürfen! Also frisch ans Werk: Nach vielen Versuchen und Stunden vertaner Zeit gelang es mir, zwei Impftermine zu ergattern, die ich auch gleich auf dem Handy abspeicherte. Gewappnet mit Ausweis, Anamnesebogen, Krankenkassenkarte, Bescheinigung und Impfpass, alles wie gewünscht, machte ich mich also auf die Reise nach Heidelberg. So weit, so gut!

Nach der Eingangskontrolle fand ich mich einem Gefreiten gegenüber, der mich schon mal verwirrt anschaute. Meine Aussage, ich sei Lehrer und käme zum Impfen, führte dazu, dass er stammelte, alles habe sich wieder geändert . . . und er rief den Obergefreiten herbei, der mich nach meinem Alter fragte (obwohl es ja im vor ihm liegenden Pass stand). Er fing dann an nachzurechnen – und erklärte mir dann, ich sei nicht impfberechtigt und schon gleich gar nicht mit dem Impfstoff, der in meiner digitalen Anmeldung stand. Daraufhin markierte der Gefreite meinen Namen mit rotem Textmarker, damit war ich abgeurteilt, ein Mediziner war nicht zu sprechen. Das war’s dann also.

Weshalb lässt man Leute anreisen und schreibt sie nicht an, wenn sich etwas ändert? Weshalb propagiert man dann, jetzt seien auch die Lehrer dran? Schwer nachvollziehbar! Was ein Durcheinander!

Rainer Burger, Weinheim

Es wird zurzeit viel über den digitalen Impfpass gesprochen und geschrieben. Was ist mit den Personen, die kein Smartphone haben? Vielleicht ein Handy, nur zum Telefonieren? Oder weder das eine noch das andere? Wird da, wieder einmal, an einem Teil der Bevölkerung vorbei „entwickelt“?

Roland Krüll, Plankstadt

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