AdUnit Billboard

Das Ergebnis sehen wir heute

Lesedauer

Zum Thema Fahrzeugmangel bei der rnv:

Leserbrief Gerd Hübner

Gestern Morgen auf dem Weg zur Arbeit: Im Radio wird aufgefordert, trotz der Lockerung der Corona-Maßnahmen auf Abstand zu achten. Gleichzeitig kommt die Stadtbahn an der Haltestelle an: ein gut gefüllter Kurzzug mitten im Berufs- und Schülerverkehr auf der Linie 1 (wie sehr häufig in letzter Zeit!). Zur Erinnerung: Zum Start des heutigen Liniennetzes 1995 wurden auf der Linie 1 ausnahmslos Doppeltraktionen eingesetzt, und das bei weitaus geringeren Fahrgastzahlen als heute (und ohne Corona-Bedrohung).

Leider ist die Fahrzeugmisere bei der rnv hausgemacht. Man hat in den vergangenen Jahren zwei Binsenweisheiten nicht beachtet, die jedem verkehrspolitischen Laien einleuchten:

1. Wenn man jahrelang konsequent und erfolgreich Projekte durchführt, die zur Steigerung der Fahrgastzahlen führen (zum Beispiel Stadtbahn Nord), muss man auch die Kapazitäten für die zusätzlichen Fahrgäste bereitstellen.

2. Eine Straßenbahn kann man nicht so einfach im Supermarkt kaufen. Deshalb muss rechtzeitig die Bestellung aufgegeben werden und nicht erst dann, wenn es schon an allen Ecken und Enden klemmt. Das Ergebnis dieser Versäumnisse sehen wir heute. Angeblich sollten 2021 die ersten neuen Bahnen rollen. Ich habe noch keine gesehen. Und jetzt bitte nicht das Argument, man hätte den Fahrgastzuwachs nicht vorhersehen können. Schließlich war das ja der Sinn der neuen Projekte.

Versandform
Von
Gerd Hübner
Ort
Mannheim
Datum
AdUnit Content_1
AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1