Danke für diese Ausgabe

Von 
Leserbrief-Schreiber: Bernhard Reinbold
Lesedauer: 

Zur Holocaust-Gedenktag-Ausgabe vom 27. Januar:

AdUnit urban-intext1

Als Abonnent und langjähriger Leser des „Mannheimer Morgen“ möchte ich mich für die Ausgabe zum Holocaust-Gedenktag bedanken. „Gegen das Vergessen“ immer wieder mit dem Verweis auf die historische Wahrheit aufzuklären, bleibt die dauerhafte Aufgabe.

Gerade in Zeiten, in denen Corona-Leugner und Leugnerinnen und Neonazis mit unerträglichen Vergleichen diese zu relativieren suchen. All diesen Versuchen – sei es aus Geschichtsvergessenheit oder mit infamen Vorsatz, das Andenken an die Opfer des Faschismus zu schädigen – gilt es absolut entschieden entgegenzutreten!

Am 27. Januar jährte sich zum 76. Mal der Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers in Auschwitz. Dankenswerterweise hat sich auch Ihre Tageszeitung ausführlich mit diesem denkwürdigen Ereignis befasst. Ihre Artikel: „Gegen das Vergessen“ und die „Die ewige Angst“ habe ich intensiv verfolgt. Besonders beeindruckt haben mich die Biografie und die Arbeit des Mannheimer Fotografen und Aktivisten Luigi Toscano. Den aufrechten und unermüdlichen Kämpfer und Verfechter gegen das Vergessen.

AdUnit urban-intext2

Mit seiner viel beachteten Foto-Ausstellung von den letzten überlebenden, ehemaligen KZ-Häftlingen/Insassen reist er um die Welt. Er möchte auf die verheerenden, unmenschlichen und menschenverachtenden Folgen von Antisemitismus, Rassenwahn, Hass, Lüge, Unterdrückung, Ausgrenzung, mit all seinen ekligen und verstörten Begleiterscheinungen, aufmerksam machen. Dazu sensibilisieren, dass Verbrechen gegen die Menschlichkeit nie wieder passieren.

Von unsagbarem Wert

Denn gerade in einer Zeit, in der der totgeglaubte Nazi-Irrsinn wieder in seiner hässlichsten und abscheulichsten Form erwacht ist, sind solche Ausstellungen von unsagbarem Wert. Wie zu lesen ist, stößt Toscano mit seinen Ausstellungen nicht bei jedem auf Gegenliebe. So haben ewig Gestrige und Neonazis einige seiner Bilder mit Hakenkreuzen beschmiert oder zerstört. Was für eine Schande.

AdUnit urban-intext3

Dieser feige Akt hat ihn aber nicht entmutigt weiterzumachen. Dafür gilt mein größter Respekt und Anerkennung. Unterstützen wir gemeinsam das Bestreben und den Kampf von Herrn Toscano. Treten wir gemeinsam mit ihm ein gegen einen falsch verstandenen Patriotismus, der aus Lüge, Antisemitismus, Nationalismus, Hass, Intoleranz, Ausgrenzung, Rassenwahn, Unterdrückung und, und, und besteht.

AdUnit urban-intext4

Kehren wir wieder zurück zur Solidarität und Menschlichkeit. Bekennen wir uns zu einer freien, demokratischen und liberalen Welt. Jeder Demokrat hat die Wahl. Bei der nächsten Wahl!