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Forum Corona bleibt großes Thema

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Ein Schild mit Aufschrift „3x geimpft Booster = Kein Negativ-Test“ hängt an einer Bude am Weihnachtsmarkt in Hannover. Hier gilt aufgrund der Corona-Pandemie die 2G-plus-Regelung: Nur Geimpfte und Genesene mit aktuellen negativen Corona-Test dürfen Speisen und Getränke kaufen – oder wer bereits dreimal geimpft wurde.

Michael Krügel, Mannheim

In mir steigt Wut, Ärger und Frustration auf, wenn ich die derzeitige Untätigkeit sowie Hilflosigkeit der Politikverantwortlichen von Bund, Ländern und Gemeinden, die Pandemie kurzfristig einzudämmen, beobachten muss. Die alte Koalition hat sich zur bestbezahlten Ruhe gebettet und die Neue ist seit Wochen mit der Selbstfindung beschäftigt, während in unserem Land die Seuche inklusive neuer Mutation aus dem Ruder läuft. Nachhaltiges ignorantes und arrogantes Ausblenden der Virologenwarnungen gepaart mit Beratungsresistenz münden nun in die pandemische Wirklichkeit, mit ungewissem Ausgang.

Ganzseitige Anzeigen „Krempelt die Ärmel hoch“ gehen an der Realität vorbei! Denn erreichbare niederschwellige Impfangebote in ausreichender Zahl sind Fehlanzeige. Überall stehen Schlangen von Menschen vor Test- und Impfstationen, teils im Regen und wie heute im Schneetreiben. Hausarztpraxen sind teils telefonisch nicht mehr zu erreichen, weil überlastet.

Alternative: Zum Beispiel das ehemalige Impfzentrum in der Maimarkthalle ist mit ausreichendem Parkplätzen und Anbindung an den ÖPNV ausgestattet und steht zur Verfügung. Mit Willen und Verantwortungsbewusstsein der Politiker wäre dieses für Tests und Impfungen schnell aktivierbar gewesen. Es drängt sich der Eindruck auf, dass das Aussitzen der Politik System hat. Wenn die Hospitalisierungsrate hoch genug ist und die Inzidenzen auch, braucht es keine mutigen Entscheidungen mehr, dann ist der Lockdown unvermeidlich und begründet sich selbst.

Die Politik sollte ihrerseits die Ärmel hochkrempeln und mit Entscheidungen Schaden, Leid und Tod von den Menschen abwenden. Wenn dieser Tage vielleicht endlich was entschieden wird, ist es für viele zu spät, auch für die Pflegenden und Ärzte.

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Hans-Lescow Banse, Mannheim

Die neuen Regeln scheinen mir vollkommen unsinnig zu sein: Entweder, der verwendete Test (möglicherweise einer aus einer vorgegebenen Auswahl, die anhand von Qualitätsprüfungen getroffen wurde) liefert zutreffende Ergebnisse, dann kann ich auch Ungeimpfte testen und auf 2G verzichten, oder er ist qualitativ minderwertig, dann sollte er gar nicht erst durchgeführt werden und die 2G-Regel wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit ausreichend.

Wenn die Politik hier durch die Hintertür eine Fast-Ausgangssperre durchsetzen will, dann möge sie ihren Mut zusammenraffen und die in ihren Augen als Verbreitungsherde fungierenden Stätten mit entsprechendem Ausfallausgleich schließen. Nicht einmal als Motivation für eine erste Impfung taugt die Regel etwas; bis die 2G-Eigenschaft erreicht ist, dauert es ohnehin einige Wochen und für die als Alternative genannte erfolgte Booster-Impfung gehen noch einige Monate ins Land. Also, was soll das?

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