Bürgern reinen Wein einschenken

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Zum Artikel „Collini-Abriss verzögert sich“ vom 12. November:

Wenn man den Artikel aufmerksam durchliest, so muss man sich doch die Frage stellen, ob die Aussagen des Vertreters der DWW und auch der Stadt Mannheim zum geplanten Collini Projekt wirklich der Wahrheit entsprechen. Bei dem Projekt geht es um ein Bauvorhaben von ähnlichem, wenn nicht sogar größerem Umfang, zusätzlich dem notwendigen Abbruch der Galerie und des Büroturms. Warum sollte es hier weniger Probleme geben als bei dem Projekt in Ludwigshafen?

Die Sanktionen gegen Russland und ausbleibende Importe aus der Ukraine und die daraus resultierenden Problemen bei der Verfügbarkeit und erheblichen Preiserhöhungen von Baustoffen und die Folge, dass beauftragte Generalunternehmen keine seriöse Kalkulation abgeben können, trifft hier genauso zu! Nur sind in Mannheim ein paar hundert Anwohner direkt betroffen. Ein Abriss ohne einen garantierten Baubeginn kann dann zu einer Situation wie bei der ehemaligen Tortenschachtel am Berliner Platz führen.

Umweltschonende Sanierung

Das ist den betroffenen Anwohnern und Bewohnern des Collini Wohnturmes nicht zuzumuten. Wie von Uwe Merkel in seinem Leserbrief vom 6. Dezember bereits beschrieben, ist die aktuelle Situation des Collini-Centers – Leerstand, Absperrung, Verwahrlosung, Vermüllung plus Graffiti – schon jetzt schwer zu ertragen. Hier ist es dringend von Nöten, den Bürgen und betroffenen Anwohnern endlich reinen Wein einzuschenken und die Fakten auf den Tisch zu legen – auch ein Umdenken bei der Stadt und der Deutschen Wohnwerte – weg vom Abriss hin zu einer umweltschonenden Sanierung wäre angebracht!

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Von
Thomas Holzner
Ort
Mannheim
Datum

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3gvz6RU 

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