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Bitte bei den Fakten bleiben!

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Zur politischen Situation in Bürstadt:

Es gehört schon eine große Portion Selbstüberzeugung dazu, wenn die neuen Amtsträger, die allesamt dem eigentlichen Wahlverlierer SPD angehören, die bei der Kommunalwahl stolze 11,8 Prozent an Zustimmung verloren hat und nur noch drittstärkste Partei in Bürstadt ist, der Öffentlichkeit erklären wollen, dass diese Postenvergabe dem Wählerwillen entspricht.

Während der neue Stadtverordnetenvorsteher Franz Siegl sogar auf der SPD-Liste seinen Spitzenplatz verloren hat, liegt er mit seinen 2551 erzielten Einzelstimmen insgesamt auf Platz 16 der 31 gewählten Stadtverordneten. Der neue Erste Stadtrat Werner Klag hat mit seinen 1350 Einzelstimmen sogar noch nicht einmal ein Mandat erreicht und landete auf dem siebten Platz als Nachrücker auf der SPD-Liste. Mit seiner Erklärung, warum die CDU mit ihren knapp 37 Prozent bei der Postenverteilung in Bürstadt leer ausging, verkennt der Genosse aus Bobstadt, dass seine Partei lediglich 18,6 Prozent der Wählerinnen und Wähler vertritt.

Im benachbarten Lampertheim ist die SPD mit 35 Prozent allerdings weiterhin die stärkste politische Kraft und stellt den hauptamtlichen (!) Ersten Stadtrat. Betrachtet man die Realität, dann haben Freie Wähler, SPD und Grüne die langjährige Dominanz der CDU in Bürstadt radikal beendet und diese bei der Aufgabenverteilung schlicht ausgebootet. Die CDU geht faktisch leer aus. Netterweise wurde ihr von den Freien Wählern ein Ausschussvorsitz zugeteilt. Ob dieses Vorgehen der neuen „Kooperationspartner“ richtig ist, und ob es Bürstadts Entwicklung langfristig gut bekommt, bleibt abzuwarten.

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