Beweggründe beim Namen nennen

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Die Stadt hat mitgeteilt, dass sie das Parken entlang des Zauns an der Kleingartenanlage Sellweiden nicht länger duldet. © Thorsten Langscheid

Zum Artikel „An den Sellweiden greifen Stadt und Polizei jetzt durch“ vom 16. September:

Wie heißt doch ein altes weises Zitat, wenn zwei das Gleiche tun, ist es trotzdem nicht dasselbe! Vehement und von „interessierten Kreisen“ stetig angeschoben, sollen nun über Jahrzehnte lang als Kleingärtner-Parkplatz „missbrauchter“ Teil eines sehr breiten Gehwegs, plötzlich eine große Gefahr für Radfahrer und Fußgänger darstellen. Das ich nicht lache ... Wie durchsichtig auch diese Anti-Autofahrer Kampagne letztlich ist, kann man anhand eines anderen Beispiels drastisch beweisen: Hat schon einmal dieser Rad-Missionare den Gehweg/Radweg Max-Planck-Straße auf der Friesenheimer Insel versucht mit dem Rad, dem Rollstuhl oder Rollator zu nutzen, um halbwegs sicher, zum Beispiel Richtung Tierheim oder Orderstation darauf unterwegs zu sein? Ganz sicher nicht! Hier ist es nämlich so, dass der mindestens genau so breite Radweg wie der in der Sellweide komplett zugewildert ist. Über mehrere Kilometer (!) wachsen hier nicht nur flache Unkräuter, sondern zwischenzeitlich sogar-Sträucher-und Hecken bis zum Bordstein. Nutzbar ist dieser Gehweg schon jahrelang nicht mehr! Hier interessiert aber die dortigen Verhältnisse weder die Stadt Mannheim, noch die angeblichen und selbst ernannten „Anwälte“ der Radfahrer und Fußgänger des Mannheimer Gemeinderats. Liegt es vielleicht daran, dass dort nicht Autos/Autofahrer als Schuldige medienwirksam aufgeblasen werden können? Persönlich bin ich stark gehbehindert und gerade deswegen dankbar für die Mobilität, die mir mein Auto ermöglicht!

Mein Fazit deshalb zu dieser Posse: Man sollte ehrlich sein und Beweggründe auch unverblümt beim Namen nennen. Im Fall Sellweide-Gehweg liegt nämlich die Vermutung sehr nahe, dass es letztlich den Initiatoren nur ganz am Rande um die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrer geht, sondern hauptsächlich um ihre Ideologie und deren Doktrin, die da heißt: Erwachsene Menschen mit allen Mitteln, auch wider jedem gesunden Menschenverstand, per Meinungspolizei umzuerziehen. Übrigens, der Verkehrsversuch in der City und das Aufheben der Duldung des Gehwegparkens in den Vororten lässt hierbei auch ganz freundlich grüßen.

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3Bnjbve

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