Armes Mannheim

Von 
Leserbrief-Schreiber: Jutta Menges
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Zum Interview mit Birgit Schreiber „Abstandsregeln lassen Kinder spüren, dass es Corona gibt“ vom 4. Januar:

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Dass die langjährige Kinderbeauftragte der Stadt Mannheim sagt, dass sich aus Sicht der Kleinsten und Grundschulkinder in der Pandemie nicht viel verändert hat, zeugt schlichtweg von Unverständnis und Inkompetenz. Sie sollte sich mal mit Eltern, Großeltern, Kinderpsychologen, Erziehern und Lehrern über dieses Thema unterhalten, bevor sie eine solche Behauptung aufstellt.

In der Realität müssen die Kinder einschneidende Erfahrungen machen: Schwimm- und Sportvereine, Ballett- und Musikschulen, Zoos, Parks, Kinos, Theater, Museen und so weiter sind geschlossen. Häusliche Gewalt hat zugenommen. Besuche bei Großeltern und Freunden entfallen ebenso wie lieb gewonnene Geburtstagsfeiern. Wichtige soziale Kontakte sind somit stark eingeschränkt.

Kinder leiden

Das alles vermissen unsere Kleinsten und Grundschulkinder genauso wie die Jugendlichen und Erwachsenen. Und sie leiden darunter ebenso wie die Eltern, die ihnen immer wieder erklären müssen, warum diese Einschränkungen sinnvoll sind. Viele Kinderpsychologen haben schon Alarm geschlagen. Armes Mannheim, wenn die Kinderbeauftragte der Stadt keine Ahnung vom empfindlichen, ja zerbrechlichen Seelenleben unserer Kleinen hat.

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Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2Ka0EMs