Am Ende mehr Fragen als Antworten

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Zum Artikel „Die Hauptgefahr geht nicht nur vom Hafen aus“ vom 17. September:

Das aufschlussreiche Interview mit dem Ersten Bürgermeister Specht (CDU) und dem stellvertretenden Amtsleiter der Mannheimer Feuerwehr wirft mehr Fragen als Antworten auf. Aus meiner Sicht gibt es drei große Schwachpunkte im Mannheimer Sicherheitskonzept.

Erstens im Hafen: Wurde jemals seitens der Stadt oder der Gewerbeaufsicht kontrolliert, ob die dortigen Betriebe eine Gefährdungsbeurteilung besitzen und sicher mit Gefahrgütern umgehen? Warum rückte beim jüngsten Chemieunfall im Handelshafen zuerst die Polizei anstatt die dafür ausgerüstete Feuerwehr aus?

Zweiter Schwachpunkt: der Güterverkehr auf der Schiene. Warum stemmt sich die Stadt gegen Pläne der Bahn, Güterzüge, die nicht den Mannheimer Rangierbahnhof anlaufen müssen, weiträumig ohne größere Tunnel östlich am Stadtgebiet vorbeifahren zu lassen? Diese Lösung hätte drei Vorteile: weniger Gefahrgüter durch die Stadt, Entlastung der östlichen Riedbahntrasse und geringere Kosten.

Dritter Schwachpunkt: die Hochwassergefahr am Unterlauf des Neckars. Im Gegensatz zum Rhein gibt es am Neckar keine Polder. Laut Koalitionsvertrag der grün-schwarzen Landesregierung sind auch keine geplant.

Dabei bieten sich in Mannheim und Umgebung zwei Möglichkeiten für Polder an: Zum einen die Feudenheimer Au, die bald einen Durchstich zum Neckarkanal bekommen wird. Zum anderen die landwirtschaftlich genutzte Fläche zwischen dem Ladenburger Freibad, der Heidelberger Straße und dem Schwabenheimer Hof.

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Von
Joachim Schubert
Ort
Mannheim
Datum

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3TuGkn7 

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