Ablenken von wirklichen Problemen

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Leserbrief-Schreiber: Angela Wolf
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Zum Artikel „Priester über Kreuz mit der Kurie“ vom 18. März:

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Diese römische Glaubenskongregation treibt die Menschen sehenden Auges dazu, „vom Glauben abzufallen“. Alte Männer denken sich solche unmenschlichen Beschlüsse aus. Das ist entsetzlich. Das ist Mittelalter. Das ist Menschenverachtung. Das soll lebendige Kirche sein? Wieso plötzlich hier diese Entschlossenheit in der Kirche? Bei Veröffentlichungen von Gutachten in der Missbrauchsaffäre und deren Aufarbeitung wird dagegen lange gewartet, werden „passende“ Gutachter bestellt und Gutachten geändert, bis ein Bischof das Ergebnis liest, das er lesen möchte. Nur häppchenweise werden Informationen rausgelassen.

Klare Kante zeigen

Zu diesem Dilemma hört man nichts von diesem Gremium aus Rom. Hier sollte die Glaubenskongregation mal so deutlich klare Kante zeigen und allen den „Würdenträgern“ generell die Vollmacht zum Segenspenden untersagen, die durch Untätigkeit die Missbrauchsaffäre immer noch leugnen und in die Länge ziehen. Denn das entspricht sicherlich nicht dem „göttlichen Willen“, auf den man sich in kirchenoberen Kreisen doch so gern beruft.

Dann hätte man auch nicht mehr nötig, mit lächerlichen diskriminierenden Entscheidungen aus Rom von wirklich wichtigen Problemen der Kirche abzulenken. Angela Wolf, Mannheim

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Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3fdz8e1