Peter Reinhardt sieht die Südwest-CDU durch die Pandemie vor einem äußerst schwierigen Landtagswahlkampf Zum Landtagswahlkampf: Problematisches Umfeld

Peter Reinhardt sieht die Südwest-CDU durch die Pandemie vor einem äußerst schwierigen Landtagswahlkampf

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Peter Reinhardt
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Normalerweise würden die Parteien ein paar Wochen vor der Landtagswahl den politischen Betrieb einstellen und zwecks Eigenwerbung durchs Land tingeln. Das geht diesmal aus zwei Gründen nicht. Wegen der Pandemie müssen die Regierungen handlungsfähig bleiben, und die direkte Ansprache der Wähler verbietet sich wegen der Kontaktbeschränkungen. 50 Tage vor der Landtagswahl überlagert Corona alle anderen Themen.

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Besonders schwierig ist die Lage für CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann, die als Kultusministerin im Kreuzfeuer von Eltern und Lehrern steht. Mit Mut zum Risiko gibt sie sich als Vorkämpferin einer schnellen Schulöffnung und stellt sich damit auch gegen Kanzlerin Angela Merkel. Ob sich das am Ende auszahlt, hängt vom weiteren Verlauf der Infektionszahlen ab.

Erschwerte Bedingungen hat Eisenmann auch im Duell mit Grünen-Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Der profitiert bisher vom Vertrauensvorschuss, der Regierungschefs in Krisenzeiten entgegengebracht wird. Solange Corona praktisch das Hauptthema des Wahlkampfs ist, kommt die CDU-Frau dagegen nur schwer an. Dass sie und nahezu die ganze Führung der Südwest-CDU im Duell um den Parteivorsitz mit Friedrich Merz den Verlierer unterstützt haben, macht den Start in die heiße Phase gewiss nicht leichter. Selbst wenn die Lagerdiskussionen verstummen, liegt vor Eisenmann in den nächsten sieben Wochen ein schwieriger Anstieg.

Korrespondent Landespolitischer Korrespondent in Stuttgart