Zum Gastronomiekonzept der Buga: Genuss ohne Reue

Peter W. Ragge zum Gastronomiekonzept der Buga

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Peter W. Ragge
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Es hat, im wahrsten Wortsinne, Appetit gemacht: Das jetzt präsentierte Gastronomiekonzept für die Bundesgartenschau hörte sich prima, ja verlockend und schmackhaft an. Deutlich wurde auch, dass trotz großer Betonung der Themen Nachhaltigkeit, Natur und Umweltfreundlichkeit der Genuss nicht zu kurz kommen soll. Ein Versuch, die Besucher über das Essensangebot zu erziehen oder auch nur mit dem Zeigefinger zu drohen, wenn jemand halt doch mal ein Stück Fleisch statt veganer Speisen verlangt, würde nämlich sicher schlecht ankommen. Wer ein so riesiges Gelände erkundet, der will in erster Linie satt werden – und zwar schnell.

Problem Wartezeiten

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Allerdings hat der für das Gastronomiekonzept verantwortliche Berater den Maßstab sehr hoch gelegt und auf seine Erfahrungen etwa bei der Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn verwiesen. Von dort haben viele Besucher aber leider in Erinnerung, dass das mit schnell, schmackhaft und preiswert nur sehr eingeschränkt funktionierte, es lange Wartezeiten und oft die Auskunft „ausverkauft“ gab. Die Kapazitäten waren anfangs sogar so gering, dass nachträglich noch zusätzlich ein Bierwagen und eine Bratwurstbude aufgestellt werden mussten, die beide optisch keineswegs ins sonst so schicke Bild passten.

Neben dem Ziel der Nachhaltigkeit wird es daher besonders entscheidend sein, ob die Gastronomie bei der Bundesgartenschau ausreichend, schnell und preisgünstig für die breiten Besucherschichten ist. Für unsere Region wirklich nachhaltig wäre es zudem, wenn erfahrene Gastronomen aus Mannheim und der Kurpfalz zum Zuge kämen, die mit Leidenschaft bei der Sache sind und deren Personal durch Freundlichkeit einen guten Eindruck hinterlässt.

Auswärtigen Caterern bei solchen Großveranstaltungen ist nämlich meist egal, was die Gäste denken, wenn sie wieder weg sind.

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