Wir brauchen einen Lichtblick

Joana Rettig zum Reisen in der Corona-Krise

Von 
Joana Rettig
Lesedauer: 

Es ist verdammt riskant. Und es scheint auch aussichtslos zu sein. 2020 mussten Tausende Urlaubsreisen flachfallen – warum sollte es dieses Jahr anders sein? „Was passiert als Nächstes?“, fragen wir uns. Schließlich gibt es bereits Mutationen des Coronavirus. Wir sind vorsichtiger, ja ängstlicher geworden. Und warten mit einer Buchung erst mal ab. Doch auch wenn das verständlich ist: Es wäre besser, wir gingen dieses Risiko ein – für die Branche, aber auch für jeden Einzelnen von uns.

AdUnit urban-intext1

Warum mit einer Urlaubsbuchung der Branche geholfen ist, ist klar: Veranstalter und Reisebüros bekommen Aufträge, bleiben liquide, überleben. Punkt. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Aber ein geplanter Urlaub macht auch für unsere Psyche so einiges aus. Ein Ziel vor Augen zu haben, auf das man sich freuen kann, ist auch ohne Corona ein psychologisches Antidepressivum. Und gerade jetzt gilt noch einmal mehr: Wir brauchen einen Lichtblick in dieser dunklen Zeit. Gerade sitzen wir alle zuhause, vereinsamen, sind gestresst, hilflos, überfordert. Schon jetzt warten wir auf die nächste Hiobsbotschaft, wenn sich Kanzlerin und Länderchefs wieder zusammensetzen. Und immer wieder kommen diese billigen Mutmachsprüche: „Haltet durch!“, „Bald ist es vorbei!“, „Wir schaffen das!“ Mal ehrlich: Wer glaubt das noch?

Was wir tun können, ist, uns selbst das Licht zu schenken. Psychologen haben zu Beginn der Krise erklärt, warum etwa so viele Menschen zurzeit Verschwörungsmythen verfallen: Sie haben Angst. Weil es keinen Plan gibt, weil die Politik keinen Plan vorsetzt. Das zerstört uns innerlich. Wir können das aber zumindest für uns im Kleinen ändern.

AdUnit urban-intext2

Doch Vorsicht: Wir dürfen nicht vergessen, dass wir noch immer in einer Pandemie leben. Plötzliche Restriktionen wird es immer wieder geben. Ein Vorteil ist aber, dass viele Reiseanbieter wegen der Pandemie flexibel geworden sind: Buchungen können meist noch kurzfristig storniert werden – und zwar kostenlos. Also: Ab ins Reisebüro – auch wenn es nur virtuell ist.

Mehr zum Thema

Zum Kommentar „Wir brauchen einen Lichtblick“ Wir sitzen nicht „alle“ zu Hause und vereinzeln

Veröffentlicht
Mehr erfahren

Umfrage „Verreisen erst nach der Impfung“

Veröffentlicht
Von
Tanja Capuana-Parisi
Mehr erfahren

Grenzschutz Einreise nur mit Corona-Test erlaubt

Veröffentlicht
Von
Miguel Sanches
Mehr erfahren

Redaktion Weltreporterin mit Wirtschaftsschwerpunkt