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Kommentar Weitere Preissenkungen bei Öl sind alles andere als sicher

Rolf Obertreis über die höhere Förderung von Rohöl

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Rolf Obertreis
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Die Reaktion ist klassisch: Die Ölländer fördern ab August wieder mehr Rohöl – der Preis sinkt, wenn auch nur leicht, weil die verfügbare Menge des schwarzen Goldes wieder größer wird. Das könnte tendenziell auch Verbraucherinnen und Verbrauchern zugutekommen, die Benzin, Diesel und Heizöl dürften zumindest wieder etwas günstiger zu haben sein. Es zeichnet sich eine leichte Entspannung ab.

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dpa
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Aber man sollte sich nicht täuschen lassen: Weitere Preissenkungen sind alles andere als sicher, auch wenn die Ölländer die Förderung über den jetzigen Beschluss hinaus weiter ausweiten. Dagegen sprechen die katastrophalen Wetter- und Überflutungsereignisse in der Eifel, in Nordrhein-Westfalen und zuletzt auch im Süden Bayerns. Offensichtlich sind sie Folgen auch des Klimawandels. Der Kampf dagegen muss mit einer Reduzierung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe einhergehen. Klimaschützer ärgert deshalb, dass die Opec und ihre Partnerländer die Öl-Produktion wieder erhöhen. Dazu kommt das vorhersehbare Aus für Verbrennermotoren. Um dies zu beschleunigen, wird der Sprit kaum billiger werden (können).

Unter dem Strich wird all das die Preise für Benzin, Diesel und Heizöl hochhalten. Kurzfristig könnten sie auch durch einen weiteren Wirtschaftsaufschwung getrieben werden – sofern Corona weiter zurückgedrängt werden kann. Aber auch das ist in diesen Tagen wieder unsicher, weil die Infektionszahlen in vielen Länder erneut steigen und möglicherweise neue Lockdowns und (Reise-)Beschränkungen drohen. Überhaupt bleibt die Unsicherheit mit Blick auf den Rohölpreis hoch. Umso mehr gilt: Die Abhängigkeit vom Öl muss weiter reduziert, der Ausbau erneuerbarer Energien forciert werden.

Korrespondent Seit mehr als 20 Jahren arbeite ich für den Mannheimer Morgen und für andere wichtige Regionalzeitungen wie den Tagesspiegel/Berlin, die Badische Zeitung/Freiburg, die Südwest Presse/Ulm und den Münchener Merkur als Wirtschaftskorrespondent in Frankfurt. Banken, Europäische Zentralbank, Bundesbank, Börse und in Frankfurt ansässige Unternehmen wie Lufthansa und auch Verbände wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA zählen zu meinen Schwerpunkten. Daneben auch die Luftfahrt. Zudem befasse ich mich über die KfW Bankengruppe und die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) mit Fragen der Entwicklungszusammenarbeit.

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