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Thorsten Langscheid über die „neue Verkehrs-führung“ in der Stadt

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Thorsten Langscheid
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Es stand zu befürchten, dass die Umsetzung des Verkehrsversuchs in der Innenstadt nicht so glatt läuft, wie sich die Befürworter das gewünscht hätten. Von daher dürfte Ralf Eisenhauer klar gewesen sein, dass er mit dem Thema nicht nur Vergnügliches von seinem Amtsvorgänger übernimmt. Der neue Bürgermeister packt die Sache jetzt offensiv an. Gut so! Aber nur, wenn er dabei die berechtigten Sorgen und Ängste der inzwischen wirklich hart von der Corona-Krise getroffenen Händler und Gastronomen ernst nimmt. Die anstehenden Gespräche werden es zeigen. Denn einfach an der Breiten Straße alles dicht machen und schauen was passiert – das geht natürlich gar nicht.

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Das hat aber – anders als beim ersten Anlauf in den 1990er Jahren – niemand ernsthaft vor. Die Forderung des Handels, jetzt schon gemeinsam daran zu arbeiten, wie die verkehrsberuhigten Bereiche bespielt und gestaltet werden können, wenn aus dem Versuch möglicherweise eine dauerhafte Lösung wird, wurde aufgegriffen: Stadtmarketing und Werbegemeinschaft wollen gemeinsame Vorschläge entwickeln. Unterstützung kommt auch von der SPD, die hierzu detailliert Vorschläge eingebracht hat.

Die Forderungen nach Verschiebung der Verkehrsumstellungen ins kommende Jahr aus den Reihen von CDU und Freien Wählern und das Beharren der Grünen auf der Fortführung der Verkehrswende sind zwar verständlich und folgen der Logik der jeweiligen politischen Lager. Zur Lösung des komplexen Problems „Belebung der Innenstadt nach der Corona-Krise“ tragen sie aber nur bedingt bei.

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