Schon lange zugesagt

Peter W. Ragge zum Kultur- und Sport-zentrum Wallstadt

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Peter W. Ragge
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Als sie den Betrag hörten, sind einige Bezirksbeiräte erschrocken: 28 Millionen Euro – das ist weit mehr als die 15 oder 17 Millionen Euro, die bislang an Baukosten für das Kultur- und Sportzentrum kursierten. Nur waren diese Zahlen niemals fundiert, sondern lediglich eine grobe Annahme. Auch der jetzige Betrag kann – und wird – sich sicher noch etwas erhöhen.

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Aber Tatsache ist nun auch: Die Feuerwehr in Wallstadt haust in Containern unter ärmlichen Umständen, die weder aktuellen Arbeitsschutzvorschriften entsprechen noch Ehrenamtliche motivieren, sich für die Sicherheit ihrer Mitbürger einzusetzen. Und der einzige Kristallisationspunkt für das gesamte Vereins-, Kultur-, sportliche und gesellschaftliche Leben, die DJK-Halle, ist baufällig. Die Kirche will sie abgeben und hat den Betrieb bis Ende 2022 befristet. Ohne Ersatz stirbt all das ehrenamtliche Engagement und das gerade in Wallstadt enorm vielfältige Angebot, das diesen Vorort so lebenswert macht. Die Stadt ist daher in der Pflicht, hat sie Wallstadt doch schon seit Generationen ein Kultur- und Sportzentrum zugesagt.

Ob sich jetzt, nachdem die Stadt einige Investitionen wegen der Corona-Pandemie womöglich verschieben oder streichen muss, das Projekt realisieren lässt, ist die große Frage. Man wird sehen, welches Gewicht die Wallstadter oder für den Ort zuständigen Stadträte haben.

Redaktion Chefreporter