Pandemiemüdigkeit: Ein gefährliches Gefühl

Joana Rettig zum Einhalten der Corona-Maßnahmen

Von 
Joana Rettig
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Die Redaktion fragte sich, ob die Mannheimerinnen und Mannheimer beginnen, die Corona-Pandemie zu verdrängen. Ob sie pandemiemüde sind. Sich nicht mehr an die Regeln halten, die Temperaturen genießen, als ob es kein Virus gäbe. Ganz ehrlich? Verständlich wäre es. Wer würde nicht gern wieder mit Freunden im Café sitzen oder ein Konzert besuchen? Wer würde nicht gern unbeschwert auf einer Wiese liegen, egal wie viele Menschen um einen rum sind? Wer würde nicht gern sein Kind wieder auf eine Geburtstagsparty schicken, mit befreundeten Familien zum Picknick in den Luisenpark gehen oder einfach mal wieder jemanden umarmen?

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Ja es wäre verständlich, wenn die Mannheimerinnen und Mannheimer der Pandemie müde sind. Verständlich heißt aber nicht gerechtfertigt. Und schon gar nicht erlaubt.

Wir müssen weiter durchhalten

Klar, es ist nervig, und es ist anstrengend, wenn immer wieder darauf hingewiesen wird, dass die AHA-Regeln einzuhalten sind. Lockerungen, die ja momentan in Mannheim – etwa durch die Aufhebung der Ausgangssperre – langsam zunehmen, geben den Menschen ein Gefühl von neuer Sicherheit. Ein gefährliches Gefühl. Denn: Die Inzidenz steigt wieder. Seit nunmehr vier Tagen sind wir in Mannheim wieder über dem kritischen Sieben-Tage-Wert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern.

Hinzu kommt das Wetter. 2020 sanken die Infektionszahlen quasi in gleichem Maße, wie die Temperaturen stiegen. Aber da gab es auch noch keine Mutationen. In Südafrika sind die Temperaturen auch hoch. Der Januar ist dort einer der heißesten Monate im Jahr. Und in diesem Monat hatte das Infektionsgeschehen seinen Höchststand.

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Wir müssen also weiter durchhalten. Und – das muss auch gesagt sein – die meisten tun dies ja auch. Chapeau! Allerdings sollte dies auch an Orten wie Spielplätzen geschehen. So weit es natürlich geht. An so stark belebten Plätzen wie im Herzogenriedpark täte daher vielleicht eine ständige Kontrolle, etwa durch Ordnungsbeamte, gut.

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