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Kommentar Klare Verpflichtung zu Gebührenstabilität

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Uwe Rauschelbach
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Die Gebührenentwicklung im Bereich des Zweckverbands Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße bleibt, wie auch die jüngste Verbandsversammlung dokumentiert hat, ein kontroverses Thema. Es hat seinerzeit die Beitrittsverhandlungen der Stadt mit dem ZAKB überschattet. Bis heute sehen sich Verbraucher mit höheren Gebühren als zuvor belastet. Das Argument, ohne einen Beitritt zum Zweckverband würden die Gebühren noch stärker steigen, hat nicht bei allen verfangen. Wenn man heute auch anmerken kann, dass sich die Lage inzwischen beruhigt hat, so taucht das Thema Gebühren mit schöner Regelmäßigkeit spätestens bei den Verbandsversammlungen wieder auf.

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Die Argumente von Verbandsspitze und Geschäftsführung sind allerdings kaum zu widerlegen. Dies lässt sich nicht zuletzt am einstimmigen Votum über den Jahresabschluss 2020 ablesen. Hohe Gewinne liefern nicht etwa Spielräume für Gebührensenkungen, sondern sollen Kostensteigerungen abfedern, auf die der ZAKB keinen Einfluss hat. Mit einem Jahresüberschuss von mehr als einer Million Euro geht die Geschäftsführung allerdings eine klare Verpflichtung zumindest für mittelfristige Gebührenstabilität ein.

Nicht zuletzt hat es der Verbraucher in der Hand, dass die Kosten für die Müllentsorgung nicht ins Uferlose wachsen. Der teilweise sorglose Umgang mit Biomüll – wie zuvor bei Alttextilien – dient diesem Ziel freilich nicht. Auf der anderen Seite wird es dem Verbraucher nicht nur leicht gemacht, wie das Beispiel Biomüll zeigt: Weil das Material nicht schnell genug verrottet, kann die Biomasse nicht in kompostierbaren Tüten gesammelt und in die Tonne geworfen werden. Das macht den Umgang mit Essensabfällen gerade im Sommer zu einer heiklen Angelegenheit. Und die Entsorgung von Wertstoffen in den gelben und schnell reißbaren Säcken – hier scheut der ZAKB eine sinnvolle Investition in die Bereitstellung von Tonnen – mag einzelne Verbraucher dann doch mit der Restmülltonne Vorlieb nehmen lassen. Lernpotenzial ist also auf beiden Seiten vorhanden.

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Uwe Rauschelbach
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Redaktion Zuständig für Lokales in Lampertheim (Kommunalpolitik, Kultur), Mitarbeit im Kulturressort des Mannheimer Morgen (Musikkritik, CD- und Bücher-Rezensionen).

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