Heftige Einschnitte

Alexander Jungert zu erneuten Problemen bei Bombardier

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Alexander Jungert
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An sich läuft alles prima. Die Auftragsbücher der Bahnindustrie sind prall gefüllt. Eisenbahnen gelten als unverzichtbarer Teil der künftigen Mobilität – um das Klima zu schützen und einem drohenden Verkehrskollaps zu entgehen. Doch Bombardier? Schafft es einfach nicht, davon zu profitieren.

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Stattdessen erwirtschaftet das Unternehmen Verluste, schafft sich einen Ruf als unzuverlässiger Lieferant und legt ein Sparprogramm nach dem anderen auf. Nun folgt Nummer drei innerhalb von fünf Jahren. Weil das Management die Probleme nicht in den Griff bekommt, soll nun erneut die Belegschaft bluten. Es drohen heftige Einschnitte, zudem sind bei Bombardier offensichtlich viele Arbeitsplätze gefährdet.

In dieser hohen Unsicherheit dürften wohl nur die wenigsten Mitarbeiter Einschnitte in die tariflichen Einkommen akzeptieren. Zumal niemand so recht weiß, was nach der Übernahme durch den französischen Konkurrenten Alstom passieren wird. Betriebsräte und Gewerkschaft jedenfalls sind alarmiert, sie fordern klare Zusagen – vor allem Standort- und Beschäftigungsgarantien.

Einschnitte sichern bestimmt nicht die Zukunft. Dafür Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie eine strategische Ausrichtung. Besonders eine, die die Rolle unter Alstom stärkt. Das ist es, was die krisengebeutelten Beschäftigten verdient hätten – und nicht schon wieder die Angst um ihre Arbeitsplätze.

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Redaktion Alexander Jungert, 1980 in Bruchsal geboren, hat beim "Mannheimer Morgen" volontiert und ist seit 2010 Wirtschaftsredakteur. Während des Studiums arbeitete er unter anderem für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und den "Tagesspiegel" in Berlin. Schreibt am liebsten darüber, was regionale Unternehmen und deren Mitarbeiter umtreibt.