Fans zurück ins Zentrum

Alexander Müller zur Taskforce „Zukunft Profifußball“

Von 
Alexander Müller
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Die Zukunft definiert sich für den normalen Fußball-Fan momentan an dem Zeitpunkt, an dem er endlich wieder ins Stadion darf. Wenn die Lieblingskneipe wieder aufmacht und das gewohnte Leben zurückkehrt. Dennoch ist es natürlich nicht falsch, sich längerfristig angelegte Gedanken darüber zu machen, was der Profifußball aus der Corona-Krise lernen kann. Das ist sogar eine Notwendigkeit.

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Es liegt dabei in der Natur von Arbeitskreisen wie der Taskforce „Zukunft Profifußball“, dass man besser keine mundgerechten Lösungen für die Vielzahl an Problemen erwarten sollte. Die am Mittwoch vorgestellten „Ergebnisse“ weisen in die richtige Richtung – nicht mehr, nicht weniger.

Der entscheidende Punkt im hoffentlich bald anbrechenden Post-Corona-Zeitalter muss dabei sein, die Fans zurück ins Zentrum aller Überlegungen zu rücken. Ohne sie, das beweisen die leidenschaftslosen Geisterspiele an jedem Wochenende, verliert der Fußball seine Seele. Die zunehmende Abwendung der Anhänger von ihrem Lieblingssport muss mit einer Rückbesinnung auf die alten Werte gestoppt werden. Weniger Kommerz, mehr Authentizität – so lautet die Losung der Stunde.

Man darf gespannt sein, ob sich die Verantwortlichen daran auch noch erinnern werden, wenn die Pandemie vorbei ist. Sie müssen an ihren konkreten Taten gemessen werden. Der in seiner Umsetzung absurde Videobeweis gehört wieder abgeschafft, die Gehälter mit einem „Salary Cap“ gedeckelt, die Fans bei allen relevanten Entscheidungen mit ins Boot geholt. Nur dann darf der Profifußball darauf hoffen, die Corona-Krise ohne größeren Schaden hinter sich zu lassen.

Redaktion Fußball-Reporter: Nationalmannschaft, SV Waldhof, Eintracht Frankfurt, DFB