Exportnation Deutschland ist bereit zu liefern

Alexander Jungert über die Exportbilanz

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Alexander Jungert
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Die Ausfuhren von Waren sind in der Corona-Krise beispiellos eingebrochen. Einer Exportnation wie Deutschland macht das zu schaffen, die Folgen sind bis in die Region zu spüren. Immerhin gehen weit mehr als die Hälfte der in Rhein-Neckar produzierten Güter nach Übersee. Die vergangenen Monate haben gezeigt, wie fatal eine weltweite Pandemie für dieses Geschäft sein kann. Zum Glück gibt es schon Anzeichen einer Erholung.

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Die deutsche Wirtschaft verkraftet den zweiten Lockdown wesentlich besser als die Kontaktbeschränkungen im Frühjahr 2020. Die grenzüberschreitenden Lieferketten sind weitgehend intakt. Industrie-Unternehmen krempeln ihre Abläufe um, Schichten werden entzerrt, Mitarbeiter gehen auf Abstand und tragen Maske. Alles in allem läuft die Produktion fast uneingeschränkt weiter. Besonders die Nachfrage aus China – dort hatte die Pandemie vor einem Jahr begonnen – schob zuletzt die Geschäfte an.

Weltweit einen guten Namen

Wenn flächendeckend gegen das Coronavirus geimpft worden ist, werden in Europa Nachholeffekte beim Konsum zu spüren sein. „Made in Germany“ hat weltweit zu Recht einen guten Namen. Gerade hoch spezialisierte Firmen dürften zu den Gewinnern gehören. Maschinen, Fahrzeuge und Pharma-Produkte werden gefragt sein. Dann ist es wichtig, dass auch die letzten Handelshemmnisse, die zur Bekämpfung des Virus eingeführt worden sind, schnellstens wieder abgebaut werden.

Am Export hängen hierzulande tausende Arbeitsplätze. Er ist neben dem Privatkonsum eine wichtige Konjunkturstütze. Das wird künftig so bleiben – auch, wenn es derzeit während der Corona-Krise anders aussieht. Niemand sollte sich etwas vormachen: Deutschland braucht für seinen Wohlstand das Geschäft mit Übersee.

Verbesserte Lieferketten

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Viele Betriebe haben nach dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 dazugelernt, denn das Coronavirus legte schonungslos Schwächen offen. Bei Lieferketten etwa, die rein kostenoptimiert waren und in sich zusammenbrachen. Seither dürften Sicherheitsaspekte wieder mehr eine Rolle spielen. Wohl dem, der nun endlich einen Plan B hat, wenn Plan A nicht mehr funktioniert.

Hiesige Unternehmen sind klug positioniert, stehen für Innovationen, kennen ihre Nische und wissen genau, was sie besser können als andere. Sie sind bereit zu liefern.

Redaktion Alexander Jungert, 1980 in Bruchsal geboren, hat beim "Mannheimer Morgen" volontiert und ist seit 2010 Wirtschaftsredakteur. Während des Studiums arbeitete er unter anderem für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und den "Tagesspiegel" in Berlin. Schreibt am liebsten darüber, was regionale Unternehmen und deren Mitarbeiter umtreibt.