Edingen-Neckarhausen: Angler müssen endlich zahlen

Hans-Jürgen Emmerich kritisiert Weigerung

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Hans-Jürgen
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Im Sommer 2018 ist die Fischkinderstube in Edingen-Neckarhausen feierlich eingeweiht worden. Ein ökologisches Leuchtturmprojekt, über das lange diskutiert wurde. Dass es realisiert werden konnte, ist nicht zuletzt dem unermüdlichen Kampf des früheren Fischereipräsidenten Wolfgang Reuther und dem damaligen Bürgermeister Roland Marsch zu verdanken. Neben Zuschüssen des Landes und Spenden großzügiger Wohltäter waren 200 000 Euro aus einem Strukturfonds von Anfang an einer der Bausteine der Finanzierung. Geld, das die Pachtgemeinschaft letztlich im Auftrag des Landes vereinnahmt und für ökologische Projekte an Rhein und Neckar auf die hohe Kante gelegt hat.

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Das Projekt ist längst abgerechnet, doch in der Kasse der Gemeinde wird Jahr für Jahr der ausstehende Zuschuss fortgeschrieben. Dessen Zahlung haben mehrere Gemeinderäte mehrfach angemahnt. Doch wieso brauchen Gemeinde und Landesbehörde so lange, um dafür zu sorgen, dass öffentliche Gelder dorthin fließen, wo sie hingehören?

Es ist höchste Zeit, dass Bürgermeister Michler mit den Verantwortlichen der Pachtgemeinschaft Tacheles redet. Und die Landesbehörde muss ihren klaren Worten gegenüber diesem Verein Taten folgen lassen. Es kann nicht sein, dass die Treuhänder von letztlich öffentlichen Geldern diese als Faustpfand verwenden, um sich mehr Einfluss zu sichern. Ihre Gegenleistung haben sie mit der Förderung des Fischnachwuchses im Neckar nämlich längst erhalten.