Dringend gegensteuern

Sandra Bollmann zum leergefegten Wohnungsmarkt

Von 
Sandra Bollmann
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Wie sollen Wohngebiete in Bürstadt künftig aussehen? Großzügige Häuser mit Garten wie im Sonneneck? Oder eine Siedlung mit Mietwohnungen, die Platz für drei bis fünfmal so viele Menschen bieten? Der Bedarf für beides ist groß.

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Das neue Wohnraumentwicklungskonzept zeigt allerdings deutlich: Vor allem günstige Wohnungen sind kaum noch zu bekommen. Aber auch im mittleren Bereich ist der Markt so gut wie leer gefegt. Die Bürger müssen immer tiefer in die Tasche greifen, wenn sie umziehen möchten. So mancher kann sich das einfach nicht mehr leisten.

Also ist es dringend an der Zeit gegenzusteuern. Über Jahre lag der Soziale Wohnungsbau vielerorts brach. Dass es hier Engpässe gibt, muss deshalb niemanden wundern. In Bürstadt stehen mit Oli II, dem Raiffeisengelände und demnächst wohl auch dem Beethovenplatz gleich mehrere Flächen zur Verfügung, die bebaut werden können. Und da bietet sich ein kleinteiliger Mixaus Eigentum und Mietwohnungen unbedingt an.

Schicke Neubaugebiete wie das Sonneneck, aus dem Mehrfamilienhäuser kategorisch verbannt werden, sind einfach nicht mehr angesagt. Politiker haben schließlich eine soziale Verantwortung.

Redaktion Redakteurin "Südhessen Morgen", Schwerpunkt Bürstadt