Aus dem Nichts

Stefan Skolik zum Trainerrauswurf bei der TSG Hoffenheim

Von 
Stefan Skolik
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Diese Trennung kam aus dem Nichts. Alfred Schreuder stand mit der TSG Hoffenheim auf Platz sieben, nur zwei Punkte von einem Europapokalplatz entfernt. Er hatte die Mannschaft nach dem großen Umbruch im Sommer in einer schwierigen Situation übernommen, stabilisiert und die Kraichgauer im vorderen Tabellenbereich platziert. Und nun – der sofortige Abgang, aus nebulösen Gründen.

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Leistungsträger wie Kerem Demirbay, Nico Schulz, Nadiem Amiri oder Joelinton hatten 1899 verlassen, Trainer Schreuder meisterte jedoch den Neuaufbau insgesamt gut – und nahm die Herausforderung auch gerne an. Nun aber, so scheint es, war man sich uneins, was die weitere Personalpolitik angehen sollte. Am Weg in die Zukunft entzündete sich offenbar Streit, den die manchmal knorrig-kantige Art des Niederländers nicht gerade besänftigt haben dürfte.

Vielleicht wollte Schreuder eher mit erfahrenerem Personal weiterarbeiten – dass der Club wohl eine andere Linie verfolgt, darauf könnte die noch immer unerledigte Personalie Sebastian Rudy hindeuten. Zudem verließen jüngst die Talente Amadou Onana und Armindo Sieb den Verein, Kerim Calhanoglu steht vor dem Abgang – alle drei hätten unter Schreuder vielleicht schon näher an den Profis dran sein sollen als tatsächlich geschehen. Nicht zuletzt stimmten aber auch die Spielresultate nicht: Auch das mit Sicherheit ein Konfliktpunkt – der nun in die Trennung mündete, aus dem Nichts.

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Von
Lars Müller-Appenzeller
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