Aufbruch in der Krise

Peter Reinhardt lobt die Arbeit der Schulen

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Peter Reinhardt
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Natürlich kann nicht alles funktionieren, wenn von einem Tag auf den anderen die Schulen im ganzen Land schließen und die Lehrer versuchen müssen, ihre Schüler zu Hause zu unterrichten. Aber am Ende der zweiten Woche zeigen die Rückmeldungen, dass die allermeisten Beteiligten mit großem Engagement die Herausforderung angegangen sind und vielfach gute Lösungen gefunden haben. Natürlich sind jetzt die Schulen im Vorteil, die schon Erfahrungen mit digitalen Lernformen haben. Aber so wie in vielen Unternehmen die Corona-Krise zu neuen Formen der Kommunikation und Zusammenarbeit zwingt, ist es auch bei den Bildungseinrichtungen. In der Not überwinden Lehrer ihre Scheu vor der neuen Technik, nutzen im Interesse ihrer Schüler den eigentlich verbotenen Messenger WhatsApp, weil sie nur so alle Mitglieder ihrer Klasse sicher erreichen. Offensichtlich kommen auch viele Schüler gut zurecht mit dem Lernen zu Hause. Die Frage ist allerdings, ob die Motivation für einen längeren Zeitraum reichen würde. Wichtig ist auch, dass nicht die Schüler noch weiter abgehängt werden, die sich ohnehin schwer tun. Insgesamt ist zu wünschen, dass der unverhoffte Schwung in den schulischen Alltag mitgenommen wird.

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Korrespondent Landespolitischer Korrespondent in Stuttgart