Rückblick

Musiker, Politiker, Wissenschaftler: Über diese Menschen aus Mannheim wurde 2022 gesprochen

Die Liste ist lang: Viele Menschen aus Mannheim haben in diesem Jahr Schlagzeilen gemacht. Hier sind die Top 10 dieser Redaktion

Von 
Julius Paul Prior
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Mannheim.. Egal ob Kultur, Sport, Wirtschaft, Aktivismus oder Wissenschaft: Aus Mannheim stammen viele talentierte Menschen, über die in diesem Jahr gesprochen wurde. Unsere Top 10 der Mannheimerinnen und Mannheimer, die uns 2023 besonders beeindruckt haben.

Punkt 1 von 2 Apache 207

Ohne unsere Top 10 noch untereinander zu ranken, starten wir mit einem Rapper, der weit über die Stadtgrenzen Mannheims hinweg Wellen geschlagen hat. Mit seiner ersten Tour und seinem ersten Interview überhaupt zu deren Start hat es der in Mannheim geborene Ludwigshafener Volkan Yaman, bekannt als Apache 207, in diesem Jahr in einige Schlagzeilen geschafft. Und auch musikalisch hat sich der Rapper weiterentwickelt. In der Single „Nie mehr gehen“ schlägt er untypisch langsame Töne an. Mit seiner anderen Veröffentlichung dieses Jahres, der Single „Fühlst du das auch“, kommen auch die Apache-Fans auf ihre Kosten, denen die Sounds des klassischen Apache 207 am liebsten sind.

Punkt 1 von 2 Thomas Siffling

Wir bleiben bei der Musik, wechseln allerdings das Genre vom Rap zum Jazz. Die zweite Person, die wir in dieser Liste erwähnen möchten ist der Mannheimer Jazzmusiker Thomas Siffling. Der gebürtige Karlsruher wird 2023 der Träger des Bloomauordens sein – der höchsten bürgerlichen Auszeichnung der Stadt Mannheim. Damit wird das Engagement des Jazz-Trompeters für die City of Music, einen Titel, den die Quadratestadt von der Unesco bekommen hat, geehrt.

Punkt 1 von 2 Gringo Mayer

Nächster Genrewechsel: Indie. Ein Mann, der 2018 nach eigenen Angaben noch bei einem Konzert in der Neckarstadt ausgebuht worden sei, erntete 2022 viel Applaus. Gringo Mayer, geboren in Ludwigshafen, aber zu Hause in der Mannheimer Neckarstadt, hat es geschafft, die Massen zum Mitsingen zu bewegen. Das Besondere dabei: Er singt im Dialekt, Indie-Mundart also. Und dabei ist Mayer auch gerne politisch. In seinem Lied „Gibt´s do´ net“ nimmt er klar Stellung gegen die viel kritisierte Fußball-WM in Katar in diesem Jahr. Und für das nächste Jahr dürfen sich Fans bereits auf sein zweites Album freuen.

Punkt 1 von 2 Nadja Peter

Von Musikern geht es zu einer Frau, die die Bühnen für die Kultur organisiert: Nadja Peter. Mit dem Tod von Jazz-Gitarrist Jörg Teichert, der Peters „Seelenverwandter in der Kultur“ gewesen sei, und dem Tod von Christian Hubers, der den Verein livekultur Mannheim mit ihr gegründet hat, habe sie ein „sehr belastendes Jahr“ hinter sich, erzählt sie im Gespräch. Zwar waren ihre vergangenen Monate von dem tragischen Autounfall überschattet, dennoch hat die Krankenschwester, Kulturveranstalterin und Mutter etwas Besonderes auf die Beine gestellt: Das „Kultur in the City“-Festival, das jetzt von der Unesco als innovative und inklusive Idee im „City-of-Music-Programm“ genannt wird. Das Festival wird auch in der Webdoku der Unesco begleitet.

Punkt 1 von 2 Devrim Lingnau

In anderen Teilen der Kultur, dem Schauspiel, gibt es eine Mannheimerin, die 2022 einen besonderen Erfolg feiern konnte. Devrim Lingnau war als Sisi in der Netflix-Serie „Die Kaiserin“ zu sehen.  Die zweite Staffel ist bereits angekündigt, in der Lignau erneut in die Rolle der österreichischen Kaiserin Elisabeth verkörpert. Damit ist der 24-Jährigen der Durchbruch vom linearen Fernsehen in die Streaming-Dienste gelungen.

Punkt 1 von 2 Raul Semmler

Wir bleiben bei einem Schauspieler, der in diesem Jahr allerdings als Klimaaktivist der „Letzten Generation“ in die Schlagzeilen gekommen ist. Raul Semmler, geboren in Jena, aufgewachsen in Berlin und nun wohnhaft in Mannheim, ist einer der Aktivisten, die sich in Mannheim und Heidelberg auf die Straßen geklebt haben, um für den Klimaschutz zu protestieren. Die „Letzte Generation“ hat es bundesweit bereits in die Schlagzeilen gebracht – oft werden nur die Folgen für den Straßenverkehr und negative Reaktion aus Politik und Gesellschaft behandelt. Im Interview hatte Semmler in diesem Jahr konkret die Forderungen der Aktivistengruppe erklärt.

Punkt 1 von 2 Peter Kurz

Weg von Musik und Schauspiel, aber wie der Aktivismus weiter politisch: Auch Oberbürgermeister Peter Kurz möchten wir in dieser Liste aufnehmen. Lange hat er mit seiner Entscheidung über eine mögliche erneute Amtszeit auf sich warten lassen. Nun ist seit einigen Wochen klar: Peter Kurz wird sich nicht erneut aufstellen lassen. Noch 2021 war er zum Weltbürgermeister gewählt worden – hatte über 16 Jahre hinweg viel Einfluss auf die Geschehnisse in der Quadratestadt. Doch eine dritte Amtszeit von acht Jahren möchte Kurz nun nicht mehr angehen. Hierüber wurde zuletzt viel spekuliert. Nun dürften sich die Gespräche auf die möglichen Nachfolger konzentrieren.

Punkt 1 von 2 Alisa Jahnke

Nach der Politik kommt – auch in dieser Zeitung – die Wirtschaft. Erst kürzlich hat die Nächste auf der Liste angekündigt, sich mit einem Geschäft in der Schwetzingerstadt niederzulassen: Die Purelei Mitgründerin Alisa Jahnke. Das Mannheimer Schmucklabel ist vor allem über soziale Netzwerke bekannt geworden – wodurch im erst November ein Ansturm auf einen Pop-Up-Store entstanden ist. 2016 in Mannheim gegründet, ist es heute eines der erfolgreichsten Unternehmen, die mithilfe von Influencern in sozialen Medien Marketing betreiben.

Punkt 1 von 2 Matthias Plachta

Kommen wir zur letzten Kategorie in dieser Liste: Dem Sport. Matthias Plachta ist seit der vergangenen Saison der beste Punktesammler der Adler und hat deshalb ganz klar einen Platz auf unserer Liste verdient. Ihm fehlen nur noch zwei Spiele in der DEL, um die 600 voll zu machen – die der in geborene Freiburger wohl auch für die Mannheimer Adler spielen wird.

Punkt 1 von 2 Malaika Mihambo

Zu guter Letzt eine Sportlerin, die zwar eigentlich Heidelbergerin ist und nur in Mannheim studiert hat, aber trotzdem einen Platz im Herzen der Quadratestadt und auf dieser Liste bekommt: Malaika Mihambo. Im Weitsprung im EM-Finale flog sie zu Gold, beim SportAward Rhein-Neckar wurde sie schon zum vierten Mal als „Top Sportlerin“ geehrt. Damit hat sie ein erfolgreiches Jahr für sich und für die deutsche Leichtathletik hinter sich gebracht.

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