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Glosse "Übrigens"

Von Lack und Lässigkeit

Von 
Lea Seethaler
Lesedauer: 

Übrigens . . . ging es im Bürogespräch letztens nur um Alkohol und Fett! Aber nein. Halt! Nicht so wie alle denken. Kein Barbecue-Gelage. Eine Kollegin stand neben mir. Beziehungsweise ich saß und sie stand. Daher hatte ich einen guten Ausblick auf ihren Hals. Doch was ich da sah, beunruhigte. Sie hatte einen riesigen helltürkisen Fleck unter dem Kinn. Ja, die Entdeckung beunruhigte. Aber sie machte noch nervöser aus anderem Grund. Nämlich, weil die Kollegin etwa 20 Minuten zuvor davon geschwärmt hatte, wie sehr sie Türkis liebe. Und dass sie gerade ihren Kleingartenhaus Türkis gestrichen hatte… „Ehm, du hast da einen Fleck in… Türkis“, sagte ich. „Ach ja, ich weiß, das ist Lack“, entgegnete die Kollegin lässig. Doch die Lässigkeit war nicht auf meiner Seite. Dachte ich zugleich an die Duchlässigkeit des semipermeablen Organsystems Haut und unangenehme giftige Folgeerscheinungen. „Wir brauchen Alkohol oder Fett!“, rief ich. Ins Bad marschiert, wurde dann ein Desinfektionsspray aus einer französischen Drogerie mit pflegenden Lipidkomponenten und 62 Prozent Alkoholanteil verwendet. Mit Erfolg! „Es ist weg“, sagte die Kollegin, als sie sich vor dem Spiegel den Hals abrieb und zu mir umdrehte. Ich sag’s doch: Fett und Alkohol waren schon immer die Lösung.

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© Tremmel

Redaktion Redakteurin und Online-Koordinatorin der Mannheimer Lokalredaktion

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