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übrigens . . .

Hinter der maskulinen Maske . . .

Von 
Lea Seethaler
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… kam es letztens zu einer Maskerade der etwas anderen Art. Auf dem Heimweg von der Arbeit trägt die hier Schreibende Maske. Doch plötzlich riecht es herb. Maskulin. After-Shave trifft Moschus und Menthol. Im Rausch der Düfte kommt es zu Verwirrung. Wo kommen die Gerüche her? Und warum dringen sie durch die (vermeintlich stark filtrierende) Maske? Die Wirkung des Duftes wird immer stärker. Ich will plötzlich die Welt erobern. Durchquere in Gedanken Wälder und fahre auf einem Wikingerschiff. Doch dann halt. Oh mein Gott, Nein! Ich stelle fest, dass ich die Maske eines maskulinen Kollegen trage. Wir haben sie beim Snacken abgenommen – und dann wohl verwechselt. Ich reiße sie vom Kopf. Hygieneregeln, die sich mir lange eingebrannt haben, bringen mich dazu, seltsam zu zucken. Die Frau an der Pforte hebt ihren Kopf und schaut, ob mit mir alles in Ordnung ist. Zur gleichen Zeit, zu Hause beim Kollegen, spinne ich meine Gedanken weiter: Er hat bestimmt ein schwereres Leben, als seine Frau Make-up-Ränder an „seiner“ Maske vorfindet. . . Herrje. Das könnte übel enden. Aber: Nein, das tat es nicht! Es sei glimpflich ausgegangen, erzählt er lachend, als er auf den nächsten Snack im Büro vorbeischaut. „Ich konnte mich erklären“, sagt er und grinst. Diesmal wird kleinlich auf die Masken geachtet. Wobei der kleine Ausflug in männliche Duftwelten schon großes Kino war. Lea Seethaler

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Redaktion Redakteurin und Online-Koordinatorin der Mannheimer Lokalredaktion

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