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Glosse "Übrigens"

Geheimtipps früher und heute

Von 
Stefan Proetel
Lesedauer: 

Übrigens steigert sich bei vielen gerade spürbar die Vorfreude auf den Sommerurlaub. Diejenigen, die eine Reise vor sich haben, wissen längst, wie es dort aussehen wird, in welchem Bett sie selig schlummern, in welchem Frühstücksraum sie Marmeladenweck, Ei und Speck genießen, welche Taverne den frischesten Fisch serviert und wo genau in der Poollandschaft sie idealerweise eine Liege finden werden. Es reichen dafür ein paar Blicke ins Netz. Dort erzählen Videos, Fotos, Beschreibungen und Bewertungen die Geschichte der Ferien schon zu Ende, noch bevor man Campingplatz, Pension oder Hotel überhaupt erreicht hat. Fast spürt man eine Wehmut an längst vergangene Tage, an denen mobile Telefone, Fitnessarmbänder oder Kameradrohnen nur eines waren: gut erzählte Science Fiction. Die Fahrt in die Ferien im giftgrünen Renault-12-Kombi war damals noch ein Abenteuer – mit Überraschungseffekten bei Ankunft. Aber niemals hätten die Eltern vor uns Kindern zugegeben, dass der „Geheimtipp vom Arbeitskollegen“ in Wahrheit eine bessere Bretterbude war. Wobei wir Kinder schon genau verstanden, was die Eltern mit ihrem Satz „Aha, das ist es also!“ meinten, aber nicht sagten. Stefan Proetel

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Chefredaktion Ressortleiter Lokales/Regionales und Mitglied der Chefredaktion

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