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Der Zusammenhang zwischen Wissen und Wetten

Von 
Steffen Mack
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Übrigens ist das Schreiben dieser Zeilen eine Qual. Zumal zu dem Turnier, das in den vergangenen Wochen zwischen Sevilla und Baku stattfand, doch alles gesagt ist. Nachzutragen ist auf besonderen Wunsch indes noch Folgendes: Vor der EM berichteten wir hier über den innerfamiliären Disput bezüglich eines Tippspiels. Da stand: „Eher als ihre Mama würden die Söhne den Hund mittippen lassen.“ Klar, klang gemein. War (und ist!!!) aber inhaltlich begründet. Der Hund sitzt bei unzähligen Fußballspielen geduldig und vor allem schweigend dabei. Sein Frauchen dagegen interessiert sich fast nur für phänotypische Gesichtspunkte, wie sie etwa beim Singen der Nationalhymnen erkennbar werden. Der eigentliche Sport ist unserer Liebsten schnurz, selbst beim Finale hat sie sich schnell in ein Buch vertieft. Bei jenem Tippspiel dagegen sind ausschließlich Männer mit enzyklopädischem Fußballwissen dabei. Das wollten wir unserer Liebsten ersparen, sie durfte aber daheim außer Konkurrenz mittippen. Leider kam das offenbar nicht überall gut an. In einem sehr netten Leserbrief schrieb Andreas Bohrdt, jenes Übrigens habe am Frühstückstisch „zu einem heftigen Ausbruch der besten Ehefrau von allen geführt“. Selbstverständlich erwarte man nach der EM Transparenz, wie die einzelnen Familienmitglieder abgeschnitten hätten. Alle enttäuschend: Die Söhne Platz neun und zehn (von 22), die Eltern punktegleich auf Platz 14. Den schaffte die Mama nur, weil sie vor der EM getippt hatte, das Portugal den Torschützenkönig stellt. Nicht, weil sie an Christiano Ronaldo dachte. Sondern weil sie dieses Land halt mag, da stammt auch der Hund her. Was soll man dazu noch sagen? Steffen Mack

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Redaktion Steffen Mack schreibt als Reporter über Mannheimer Themen

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