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Der Zauber der Buchstabensuppe - und was er mit dem "MM" zu tun hat

Von 
Waltraud Kirsch-Mayer
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Übrigens hat der „MM“ die Skulptur des Bretonen Jean-Luc Cornec vorgestellt, die im Heidelberger Palais Graimberg Buchstabensalat ganz groß herausbringt. Bei der Lektüre des Artikels ist möglicherweise dem einen oder der anderen die Buchstabensuppe aus Kindheitstagen in Erinnerung gekommen. Und die wurde keineswegs nur ausgelöffelt. Nein, das eigentlich Köstliche an der eher geschmacklosen Brühe bestand darin, aus dem Nudel-Alphabet Teilchen zu fischen und diese als Worte zusammenzusetzen. Als besondere Herausforderung galt, in zufälligen Kombis der Großbuchstaben möglichst viele Begriffe zu entdecken: Was könnte wohl „PETSCH“ ergeben? Klar doch „SPECHT“! Und bei einem bisschen Übung verwandelt sich „ZAKET“ in „KATZE“ oder „RADMER“ in „MARDER“. Als zusätzliche Spielvariante haben meine Freundin und ich versucht, auszuklabüstern, ob sich ein gefügtes Wort noch einmal umnudeln lässt – sodass Mehl zu Lehm wird, eine Palme verbal als Lampe erstrahlt oder ein Regal zum Lager mutiert. Allerdings fanden sich solcherart Verwandlungskünstler nur selten. Und deshalb angelten wir Mädchen auch gern Begriffe, die (beim Lesen) von vorn wie von hinten tupfengleich sind – was bekanntlich nicht nur für Anna, sondern auch den Bub zutrifft. Übrigens geht die gute alte Buchstabensuppe, die schon meine Oma als Mädchen liebte, mit der Zeit. Jedenfalls kann man inzwischen sogar Mailadressen auf dem Tellerrand mitteilen: Neuerdings schwimmt nämlich im Nudel-Alphabet der @-Klammeraffe! Waltraud Kirsch-Mayer

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