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Servus Selamsi

Zell am See lädt im September dazu ein, die kulinarische Vielfalt der Alpinen Küche zu entdecken –neben arabischen Gästen kommen auch wieder mehr Deutsche ins Pinzgau.

Von 
Annette Schwesig
Lesedauer: 
Sieht so das Paradies aus? Zell am See im Salzburger Land © EXPA Pictures/JFK

Ein Kaffee auf einem Ausflugsschiff? Lieber nicht, der taugt meistens nicht viel, denn in der Regel ist die Gastronomie auf solchen Schiffen eher bescheiden. Nicht so bei der Panoramafahrt mit der „MS Schmittenhöhe“ auf dem Zeller See. Der Kaffee auf dem Sonnendeck, den der charmante Kellner serviert, ist ausgezeichnet, die Passagiere kommentieren es erstaunt und genießen das Gesamtkunstwerk aus Crema, Fahrtwind und Aussicht.

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ZEll am See/Kaprun

Anreise Mit der Bahn über Salzburg nach Zell am See. www.bahn.de, www.oebb.at.

Unterkunft Romantikhotel Zell: zentral, aber ruhig gelegen. DZ/F ab 153 Euro, www.romantik-hotel.at. Seehotel Bellevue in Thumersbach: neu und stylish, direkt am See. DZ/F ab 220 Euro. www.seehotel-bellevue.at.

Essen und Trinken Restaurant Seensucht: alpin-mediterrane Gerichte auf der Seeterrasse. Menü ab 56 Euro. www.restaurant-am-see.at. Areit-Lounge: mit der Gondel Areit-Express auf die Schmittenhöhe in das urige Bergrestaurant. Neben Klassikern gibt es Pinzgauer Sushi. www.areitlounge.at. Feinkost Lumpi hat Wurst- und Speckspezialitäten, www.lumpi.biz. Jeden Freitag findet in Kirchbichl bei Kaprun ein Markt mit alpinen Produkten statt. https://www.gugglbergerbaeck.at/

Allgemeine Informationen www.salzburgerland.com www.zellamsee-kaprun.com/de/events/alpiner-genuss

Die Gastronomie in der Region Zell am See und Kaprun gilt als eine der besten in ganz Österreich. Und das spürt der Besucher tatsächlich nicht nur in den acht Haubenrestaurants, sondern auch im Wirtshaus, an jedem Würstel- oder Eisstand auf der Promenade oder eben auch auf den Schiffen der Schmitten-Flotte. Das mag daran liegen, dass Zell am See schon immer über den Tellerrand hinausgeschaut hat. Besonders gerne ins nahe gelegene Italien. Der Zeller Haubenkoch Michael Schnell erzählt, dass er und seine Frau immer schon eine große Affinität zu Südeuropa hatten und von jeder Reise nach Südtirol oder Süditalien kulinarische Inspirationen mitbrachten. „Der Hauptakteur aber ist und bleibt immer die Region“, sagt der junge Koch und fügt hinzu: „Wir haben hier ja alles: Kräuter, Gemüse, Obst, Fisch, Fleisch. Selbst Flusskrebse und Garnelen werden in der Region gezüchtet.“

Diese Kombination aus frischen Produkten der Region mit Rezepten und Einflüssen aus zahlreichen Ländern Südeuropas hat dazu geführt, dass die Alpine Küche zu einer der beliebtesten weltweit wurde. Nach Zell fährt man also nicht nur wegen des Sees, der Berge und des Gletschers, sondern vor allem, um richtig gut zu essen. Und das auch noch ganz ohne schlechtes Gewissen, denn die Wege vom Erzeuger zum Lieferanten sind kurz. Was gerade nicht Saison hat, kommt hier nicht mehr auf den Tisch. Und auch die biologische Landwirtschaft hat im Salzburger Land schon lange einen hohen Stellenwert: 60 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzflächen werden biologisch bewirtschaftet. Bis Ende September finden zum dritten Mal die Genusswochen statt, in denen man am See, am Berg und sogar am Gletscher morgens frühstücken, mittags picknicken und abends fein speisen kann.

Seit Kurzem setzt die Region Zell am See auch wieder auf Besucher aus Deutschland und anderen europäischen Ländern. Lange Jahre war Zell am See ein Lieblingsziel von arabischen Urlaubern. Angeblich ähnelt der Ort der Beschreibung des Paradieses im Koran. Jedenfalls wurde „Selamsi“ (Zell am See arabisch ausgesprochen) – zum Synonym für einen paradiesischen Urlaub für Gäste aus der Golfregion und in den letzten Sommern vor Corona sind mehr Araber als Deutsche gekommen. Nicht alle Einwohner in dem beschaulichen Ort fanden das gut, obwohl die Gäste immer sehr viel Geld im Land gelassen haben. Die Pandemie hat dieser Entwicklung nun erst einmal ein Ende gesetzt und die Zeller Tourismusdirektorin Renate Ecker sagt, dass man die „Fernwerbung auf Eis gelegt“ habe. Jetzt müssen vor allem die deutschen Urlauber dafür sorgen, dass die Kassen weiterhin klingeln.

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Das könnte aufgehen, denn man muss kein Araber sein, um zu erkennen, dass Zell am See ein kleines Paradies ist.

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