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Kunst am Wegesrand

In Freiluftgalerien erlebt man Kunstwerke von traditionellen Skulpturen bis zu modernen Installationen im Zusammenspiel mit der Natur. Wir stellen sechs Pfade in Deutschland vor.

Von 
Armin Herb
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Die Kunstinstallation „Spazierengehen“ von der belgischen Künstlerin Silke De Bolle aus Impe-Lede kann man auf einem Feld am Ortsrand von Wiesenburg/Mark im Landkreis Potsdam-Mittelmark besichtigen. © imago/Hohlfeld

Hochsauerland: Waldskulpturen in Wittgenstein

Zwischen Bad Berleburg im Kreis Siegen-Wittgenstein und Schmallenberg im Hochsauerland führt der in den Jahren 2000 bis 2010 entstandene „WaldSkulpturenWeg“ auf 23 Kilometer Länge durchs Rothaargebirge. Es wurde den Künstlern bewusst Zeit gelassen, um elf besondere Werke entstehen zu lassen. Alle ein bis zwei Kilometer stößt man am Wegesrand der Wanderroute zwischen Fichten und Mischwald auf Skulpturen in teils beeindruckender Größe. Einige Werke verstecken sich geradezu in der Landschaft, andere stechen sofort ins Auge - aufgrund ihrer auffallenden Form, Farbe und Größe. Unübersehbar ist das goldene Riesen-Ei von Magdalena Jetelova. Das Projekt wird unterstützt durch die Kunststiftung NRW.

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www.waldskulpturenweg.de

Ruhrgebiet: Künstlerischer Dialog mit technischen Wegmarken

Im Rahmen der Veranstaltungen zur Kulturhauptstadt Europas „Ruhr 2010“ fand ein Wettbewerb für Kunst- und Designstudenten statt. Prämiert und umgesetzt wurden insgesamt elf künstlerische Konzepte, die an 17 Orten entlang des Ruhrtal-Radwegs nun in einen künstlerischen Dialog mit technischen Wegmarken wie Hochspannungsmasten und Kraftwerke treten und zusammen den Kunstpfad Ruhr bilden. Der Ruhrtal-Radweg wird dadurch auf 230 Kilometern zur Ausstellungsstrecke mit erfrischender, zum Teil sehr farbenfroher Kunst – vom sauerländischen Winterberg, wo die Ruhr entspringt, bis nach Duisburg, wo die Ruhr in den Rhein mündet.

www.ruhrtalradweg.de/Strecke/Kunstpfad-Ruhr

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Brandenburg: Fläming und Flandern

Der Skulpturenweg im Naturpark Hoher Fläming in Brandenburg ist das Ergebnis eines bundesweiten Kunstwettbewerbes in den Jahren 2006 und 2007. Zuerst entstand die 17 Kilometer lange Nordroute mit zehn Werken. 2009 folgte ein zweiter, internationaler Wettbewerb. Die Aufgabe beinhaltete den Bezug zur Landschaft des Fläming-Höhenzuges und die Besiedlung durch Siedler aus Flandern vor 850 Jahren. Zwölf Künstler präsentieren nun ihre Werke entlang der Südroute auf 16 Kilometern zwischen Bad Belzig und Wiesenburg/Mark. Dort tummeln sich nun unter anderem auf einer Lichtung die eisernen Wölfe von Marion Burghouwt und die Kunstinstallation „Spazierengehen“ von der belgischen Künstlerin Silke De Bolle. Inzwischen gibt es auch noch eine West- und eine Ostroute. Insgesamt kommen 38 Kunstwanderwegekilometer mit 28 Kunstwerken zusammen. www.flaeming.net

Vechtetal: Das größte offene Museum Europas

Der „Kunstwegen“ im deutsch-niederländischen Vechtetal gilt als das größte offene Museum Europas mit mehr als 80 großformatigen Skulpturen und Installationen zeitgenössischer Künstler. Die rund 180 Kilometer lange Freizeitroute verbindet die niedersächsische Grafschaft Bentheim und die Provinz Overijssel in den Niederlanden - ideal zu erfahren in mehreren Etappen mit dem Fahrrad auf einer eigens dafür ausgeschilderten Route. Für einzelne Abschnitte werden auch Führungen angeboten. Zum „Kunstwegen“ sind ein Reisebuch und ein detaillierter Radtourenführer erschienen.

www.kunstwegen.org

Reichenbachtal: Skulpturen im Schwarzwald

Das Reichenbachtal ist ein kleines, stilles Seitental des Flusses Murg im nördlichen Schwarzwald. Der 3,5 Kilometer lange Kunstweg mit mittlerweile mehr als 25 Werken zwischen Wald, Wiesen und Heuhütten soll Besucher und Wanderer dazu bringen, ihre Umwelt bewusster wahrzunehmen. Er soll aber auch dazu dienen, dass Künstler sich im großen Atelier „Natur“ zur Verwachsung von Kunst und Natur äußern.

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www.kunstweg-am-reichenbach.de

Hildesheim: Mahnung für die Menschlichkeit

Die Idee zum Skulpturenweg Lamspringe geht auf den Bildhauer Otto Freundlich aus dem Jahre 1928 zurück, der eine „Straße des Friedens“ schaffen wollte zur Mahnung für Menschlichkeit und Brüderlichkeit.

Der Rad- und Wanderweg mit seinen 13 zum Teil wuchtig beeindruckenden Skulpturen verläuft auf zwölf Kilometer Länge auf der ehemaligen Bahnstrecke Kreiensen-Hildesheim zwischen Lamspringe und Bad Gandersheim.

Die Strecke ist das südliche Teilstück des rund 59 Kilometer langen „Radweges zur Kunst“, der in Sarstedt an der Mündung der Innerste in die Leine beginnt und über Hildesheim, Bad Salzdetfurth, Bodenburg und Lamspringe bis nach Bad Gandersheim führt. www.radweg-zur-kunst.de

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