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Kroatiens Kleinod

Traumhafte Buchten, charmante Küstenorte und typisch mediterranes Flair: Die kroatische Insel Krk ist für Urlauber, die Ruhe und Entspannung suchen, längst mehr als ein Geheimtipp. Größter Trumpf ist ihre Vielseitigkeit.

Von 
Christian Rotter
Lesedauer: 
Kristallklares Wasser vor malerischer Kulisse: In der Stadt Krk trifft sich am Abend die ganze Insel. © Rotter

An manchen Stellen leuchtet das Meer wie ein Smaragd, an anderen wie ein Saphir. Die Grün- und Blautöne gehen ineinander über und üben eine fast magische Anziehungskraft aus. In der Ferne sind einige Möwen zu hören, übertönt werden sie nur von begeisterten Ausrufen des Zwölfjährigen, der mal wieder „eine ganz tolle Muschel, guck mal, Papa und Mama“ vom Grund nach oben befördert hat. Dann landet der Schnorchel wieder im Mund, und es wird die nächste Erkundungstour eingeläutet. Am Beach Kozica, wenige Gehminuten vom malerischen Küstenörtchen Vrbnik entfernt, wimmelt es nur so von jungen Meeresbiologen. Und das, was sie im glasklaren Wasser zu sehen bekommen, lässt sie vor Glück gackern wie ein Kleinkind, das Seifenblasen jagt.

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Hier auf Krk gibt es viele solcher traumhaften Buchten, die nur darauf warten, erst entdeckt und dann erkundet zu werden. Insofern verwundert es nicht, dass die zusammen mit Cres größte Insel in der Adria sich auch bei Touristen aus Deutschland immer größerer Beliebtheit erfreut. Das kroatische Kleinod punktet vor allem mit seiner Vielseitigkeit. Ruhesuchende finden hier ebenso ihren Platz wie junge Familien. Während der Nachwuchs nach Herzenslust im seichten Wasser planscht, können die Eltern zum guten Buch greifen, um den Alltag zu vergessen.

„Engste Gasse der Welt“

Die Kulisse könnte jedenfalls traumhafter kaum sein. Vrbnik liegt auf einem Felsen, der steil ins Meer abfällt. Bekannt ist das kleine Örtchen im Osten der Insel in der Kvarner Bucht nicht nur wegen seines Weinanbaus, sondern auch wegen einer Sehenswürdigkeit mitten in seinem Herzen: die Straße Klancic. Schon die Suche nach ihr ist ein kleines Abenteuer. Selbst derjenige, der über Google Maps sein Glück versucht, wird nicht immer auf Anhieb fündig. In dem Labyrinth der engen und verwinkelten Wege in Vrbnik ist diese ganz besondere Gasse gut versteckt. Die Rede ist von einer der engsten Gassen der Welt! Ihr engster Teil ist nur knapp über 40 Zentimeter breit. Um nicht auf halber Strecke steckenzubleiben, soll es schon den einen oder die andere gegeben haben, die erst kräftig Luft geholt und dann den Bauch eingezogen hat. Zu empfehlen ist jedenfalls, sich dieser Überprüfung des Taillenumfangs vor dem Abendessen zu stellen – danach könnte es zu spät sein.

Mit ihren gut 400 Quadratkilometern hat die Insel Krk eine überschaubare Größe. Malinska im Nordwesten ist von Baska im Südosten nur gut 30 Kilometer entfernt. Doch Vorsicht! Um die kurvige Strecke hinter sich zu bringen, kann es schonmal eine knappe Stunde dauern. Unterm Strich sind die Entfernungen aber nicht der Rede wert, so dass sich das Basislager überall auf der Insel aufschlagen lässt.

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Administratives und kulturelles Zentrum der Insel Krk ist die gleichnamige Stadt im Westen. Der Hafen ist Ausgangspunkt für Tagestouren. So lassen sich auf dem Schiff malerische Buchten wie Golden Beach erkunden, die entweder auf keinem anderen Weg oder sonst nur mühsam zu Fuß erreicht werden können. Bei der Rückkehr erstrahlt die Stadt in ihrer ganzen Schönheit. Die Abendsonne taucht Krk in ein besonderes, fast schon orientalisches Licht. Das Kastell Frankopan thront über dem 6000-Einwohner-Ort. Ab und an scheint es so, als ob sich hier zu später Stunde die ganze Insel trifft. Wie Perlen an der Kette reiht sich hier ein Lokal an das nächste. Fischliebhaber kommen genauso auf ihre Kosten wie Anhänger der deftigen und teils sehr fleischlastigen kroatischen Küche.

In Baska pulsiert das Leben

Am nächsten Tag zieht es die Sonnenanbeter wieder zu den vielfältigen Stränden und Buchten. In Baska erinnert vieles an Strände von Mallorca. Es ist voll, Handtücher liegen dicht nebeneinander. Die Beliebtheit überrascht dabei nicht, weil am Vela Plaza das Leben pulsiert. Baska könnte auch auf der anderen Seite der Adria in Italien liegen. Im Wasser liegen Schwimminseln, gegen eine Gebühr von umgerechnet rund sieben Euro pro halbe Stunde lässt sich der Parcours in Angriff nehmen. Am Strand mit einer Länge im Halbkreis von mehr als 1800 Metern lädt die Promenade zum Bummeln ein, die Atmosphäre ist typisch mediterran.

Wer die teils raue, teils sanfte Natur von Krk erkundet, wird feststellen: Vieles scheint sich zu ähneln, oft lohnt sich aber ein zweiter Blick. Das gilt auch für die Strände, die mit dem Gütesiegel der Blauen Flagge ausgezeichnet sind. Die Qualität des Wassers ist überall hervorragend, kaum eine Bucht ist aber wie die andere. So gibt es manche, die mit der größten Fischvielfalt überzeugen, in anderen gibt es die schönsten Muscheln oder sie laden zum ausgiebigen Ballspielen ein. So, wie in Punat, das karibisches Flair versprüht.

Von hier ist es auch nur ein Katzensprung zu einem Platz, der für manche das Paradies ist: Stara Baska. Und wie so viele Schätze, zeichnet auch diesen Strand aus, dass er nicht so einfach zu erreichen ist. Nur wer sein Auto an der steilen Küstenstraße parkt und einen abenteuerlichen Fußmarsch auf sich nimmt, erhält die Belohnung: keine Smaragde oder Saphire, dafür aber kristallklares Wasser, das schimmert wie ein Edelstein.

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Redaktion Koordinator der Sportredaktion

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