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Diese Stauden machen den Garten schnell grün

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Turbo-Stauden sorgen innerhalb kürzester Zeit für einen grünen, dichten Teppich. © Christin Klose/dpa-tmn

Wenn man im Garten etwas einpflanzt, um eine Lücke zu schließen, sollte es doch bitte auch direkt grün werden - und nicht erst in zwei Jahren. Die Natur spielt mit: Es gibt Stauden mit enormer Wuchskraft.

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Eine dieser Stauden ist die Sorte ‘Johanniswolke’ des Alpen-Knöterichs (Aconogonon x fennicum). „Diese Staude blüht bereits ab Mai und treibt das ganze Jahr an sonnigen bis halbschattigen Plätzen immer wieder neu aus“, sagt der Gartenplaner und Buchautor Torsten Matschiess. Die Staude lässt sich leicht zurückschneiden. Mehr als eine Pflanze pro Quadratmeter sollte man nicht einplanen, weil die ‘Johanniswolke’ in die Breite geht.

Die Teppich-Myrten-Aster (Aster ericoides) namens ‘Snowflurry’ bietet im Herbst, wenn andere Pflanzen schon nicht mehr zu sehen sind, eine Blüte. „Diese Staude braucht kaum Pflege, denn mit dem Neuaustrieb zerfallen die alten Triebe und werden rasch überwachsen“, erklärt Torsten Matschiess. Auch sie sollte mit ausreichend Abstand von gut 50 Zentimetern gepflanzt werden.

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Der Experte empfiehlt zudem die Amethyst-Astern-Sorte ‘Kylie’ (Aster x amethystinus). „Dieser kleinblütige Herbstblüher hat einen wilden Habitus mit schleppenartigen Trieben“, sagt Matschiess. Allerdings braucht er eine Stütze, sonst lagert sich die Pflanze auf dem Boden ab.

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Unter den schnell wachsenden Stauden gibt es nicht nur besonders hohe Pflanzen, sondern auch solche, die sich zügig flach ausbreiten und karge Flächen rasch begrünen. „Das Balkan-Immergrün (Vinca balcanica) bildet sehr dichte Teppiche“, nennt Matschiess als Beispiel. „Im April bis Mai schmückt sich das wintergrüne Polster mit sternförmigen, violetten Blüten.“ Matschiess empfiehlt diese Art für die Begrünung von größeren Flächen. Einige Standorte lassen sich schwerer besiedeln, weil die Wurzeln von benachbarten Pflanzen zu viel Druck auf sie ausüben. Oder weil deren Schatten das Wachstum hemmt. Für solche Plätze empfiehlt Jonas Reif, Professor für Pflanzenverwendung und Vegetationskonzepte an der Fachhochschule Erfurt, die Turbo-Stauden Dreiblatt-Golderdbeere (Waldsteinia ternata) und Kleiner Kaukasus-Beinwell (Symphytum grandiflorum). Sie bilden auch unter diesen schlechten Bedingungen eine robuste Pflanzendecke, die mit wenig Licht und Wasser auskommt - und schnell wächst. Die auch im Winter grüne Teppich-Japan-Segge (Carex morrowii ssp. foliosissima) kann sogar Rasenersatz sein. Reif empfiehlt ihre Sorten ‘Irish Green’, ‘Vanilla Ice’ und ‘Silver Sceptre’, da sie unterschiedliche Blattzeichnungen haben - reines Frischgrün, mit gelben Rändern und mit weißen Randstreifen. Auch ein Rasenersatz ist das rasch wachsende Filzige Teppich-Hornkraut (Cerastium tomentosum). „In der Sonne kann man die silbrigen Teppiche flächig einsetzen“, erklärt Reif. Die Bepflanzung schließt nur dicht, wenn sie in einem durchlässigen, zu Trockenheit neigenden Boden steckt.

Für einen frischen Boden ist der Schlangen-Knöterich (Bistorta officinalis ‘Superbum’) die ideale Turbo-Staude. Im Frühsommer schmückt sie sich mit Blütenkerzen in zartem Rosa auf hohen Stielen. „Nach der Blüte kann man mit einem Rasenmäher den Rückschnitt erledigen“, erklärt Reif. Anschließend schließt sich die Fläche auch wieder rasch. tmn

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