Ferienhaus - Günstiger Preis lenkt oft von Folgeausgaben ab

Vor dem Kauf alle Kosten checken

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dpa
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Berlin. Wer eine Zweitwohnung kauft, sollte sie mindestens genauso kritisch prüfen wie den Erstwohnsitz. Dazu rät der Verband Privater Bauherren (VPB). Gerade wenn alles grünt und blüht, können auch stark sanierungsbedürftige Immobilien fast romantisch wirken. Bei einem günstigen Preis greifen viele dann vorschnell zu. Folgende Punkte sollten Kaufinteressenten ohne Zeitdruck klären.

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Sanierung ein großer Posten

Ganz oben stehen die Finanzen: Was kosten das Objekt und der laufende Unterhalt, wie teuer wird die Sanierung? Denn Letztere ist neben dem Kaufpreis der größte Posten. Eine unabhängige Expertin oder ein Experte können eine realistische Einschätzung dazu liefern, was nötig ist: Das reicht von neuen Fenstern, einem Außenanstrich und der Dachdeckung bis hin zur Erneuerung von Wasserleitungen, Heizung oder Elektrik. Und bei alten Objekten haben oft noch die Denkmalpflegerinnen und -pfleger ein Wörtchen mitzureden.

Ein laufender Kostenfaktor ist auch die Zweitwohnungssteuer, die gerade in attraktiven Lagen und am Rand von Naturschutzgebieten entsprechend hoch sein kann. Möglicherweise überlegt man auch, die Zweitimmobilie zeitweise weiterzuvermieten. Dabei ist dann ebenfalls zu bedenken, dass Mieteinnahmen versteuert werden müssen und Kurzzeitvermietung nicht überall erlaubt ist.

Unterstützung vor Ort

Weitere wichtige Aspekte: Wer kümmert sich um das Wochenend- und Ferienhaus, wenn die Besitzer nicht da sein können? Wer entdeckt und behebt dann schnell den Wasserrohrbruch, wer kehrt bei Schneefall die Straße vorm Haus und nimmt regelmäßig die Werbung aus dem Briefkasten?

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Nicht zuletzt muss die Umgebung passen: Denn wer sich an krähendem Federvieh oder Mähdreschern bei Sonnenaufgang stört, sollte besser nichts auf dem Land kaufen. dpa