Finanzen - Photovoltaik-Anlagen sind steuerrelevant Verluste absetzbar

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tmn
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Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach eines Hauses. © dpa

Berlin. Immobilien-Eigentümer, die mit ihrer Photovoltaikanlage Strom ins Netz einspeisen, müssen die Gewinne versteuern. Sie können aber auch Verluste steuermindernd absetzen. „Das Finanzamt darf solche Verluste nicht einfach streichen“, sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler. „Auch wenn sie mehrere Jahre in Folge entstehen.“

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Gerade bei teuren Anlagen und geringeren Einspeisevergütungen kann es in den Anfangsjahren zu Verlusten kommen. Das war auch bei einer Hausbesitzerin aus Thüringen der Fall. In den drei Jahren nach der Anschaffung der Anlage entstanden ihr unterm Strich Verluste. Auch im Streitjahr 2016 erzielte sie ein negatives Ergebnis von 261 Euro, das sie in ihrer Einkommensteuererklärung geltend machte. Das wollte das Finanzamt nicht anerkennen, weil es sich um eine steuerlich unbeachtliche Liebhaberei handele.

Steuermindernder Grund

Die Finanzbeamten rechneten vor, dass sich die Anschaffung der Anlage nicht lohnen könne. Das sah das Finanzgericht Thüringen anders: Beim Betrieb einer solchen Photovoltaikanlage ist grundsätzlich von einer Gewinnerzielungsabsicht auszugehen, befanden die Richter. Verluste muss das Finanzamt daher steuermindernd anerkennen.

Wer mit seiner Photovoltaikanlage Verluste macht, kann sich darauf berufen. „Denn Verluste allein machen die Photovoltaikanlage noch lange nicht zu einem steuerlich unbeachtlichen Hobby“, erläutert Klocke. Selbst in Fällen, in denen die Gewinnerzielungsprognose negativ ist, komme eine Liebhaberei nur dann in Betracht, wenn die Tätigkeit auf privaten Motiven beruht. tmn