Modernisierung - KfW-Kredite nur schwer zu bekommen Oft gibt es nur Absagen

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dpa
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Berlin. Wer einen staatlichen Förderkredit will, um im Sinne des Klimaschutzes Fenster oder Heizung zu sanieren, bekommt oft eine Absage. Das zeigt ein Praxistest. Wer eine alte Ölheizung durch eine effiziente Pelletheizung ersetzen will, wäre normalerweise bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gut aufgehoben. Der Knackpunkt allerdings: Zuständig ist ein durchleitendes Finanzinstitut, also eine Bank, Sparkasse oder Versicherung. Genau die sind aber meist nicht bereit, einen solchen Förderkredit zu vergeben, heißt es in der Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 3/2021).

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Das liegt oft an Mindestkreditsummen. Sprich: der Aufwand ist den Geldinstituten häufig zu groß, die Provision zu klein. Sanierungswillige fragen am besten konkret bei Banken nach, ob und mit welchen Mindestsummen es einen KfW-Kredit gibt. „Finanztest“ bietet im Internet eine Auflistung.

In manchen Bundesländern gibt es zudem die Möglichkeit, den Kredit über Landesförderinstitute zu beantragen. Das gilt für Menschen, die in dem betreffenden Bundesland wohnen. Folgende Institute vermitteln laut „Finanztest“ die KfW-Kredite: die Bremer Aufbau-Bank, die Hamburgische Investitions- und Förderbank, die Landeskreditbank Baden-Württemberg, sowie die Investitionsbanken der Bundesländer Brandenburg, von Berlin und Schleswig-Holstein.

Außerdem kann alternativ zum Kredit ein Zuschuss beantragt werden. Das geht ohne Umweg über die Hausbank und soll ab Mitte des Jahres für alle Sanierungsmaßnahmen direkt möglich sein beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). dpa