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Dschungel im Wohnzimmer

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Ein paar Blumentöpfe auf dem Fensterbrett? Das ist vielen Pflanzenfreunden zu langweilig. Heute wird die Wohnung gerne mal zum Dschungel. Zimmerpflanzen trendbewusster Bewohner sind zahlreich, üppig und dekorativ. Fehlt es an Platz, sollten es wenigstens einige einzelne ausgefallene oder bizarre Exemplare im XXL-Format als Hingucker sein. In Mode sind auch bepflanzte Bilderrahmen oder ganze Grün-Wände. Die Zimmerpflanzen avancieren zu Elementen der modernen Inneneinrichtung.

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Lange führten exotische Pflanzen wie Orchideen die Liste der beliebtesten Zimmerpflanzen an. „Sie hatten in den letzten zehn bis 15 Jahren ihre große Zeit. Seit etwa drei Jahren kommen nun aber die Grünpflanzen“, so Leo Thissen vom Bundesverband Zierpflanzen in Bonn. Gefragt sind vor allem Sorten mit großen Blättern wie das Fensterblatt, die Geigenfeige oder auch Strelitzien. „Bei den Blühpflanzen dominieren aber immer noch die Orchideen“, erklärt Arne Hückstädt vom Industrieverband Garten in Düsseldorf. Neben der bekannten Schmetterlingsorchidee werden jetzt zunehmend auch anspruchsvollere Arten nachgefragt. An Beliebtheit gewonnen haben außerdem Blühpflanzen, die ansprechende Blätter oder besondere Blütenfarben haben, wie etwa Flamingoblumen.

Wer eine einzelne Pflanze in einem Raum in Szene setzen möchte, sollte nach Exemplaren mit einer speziellen Blattform oder -farbe suchen. Auch große und außergewöhnliche Blüten lassen eine Einzelpflanze wirken, ebenso wie Pflanzen mit einer auffallenden Wuchsform. Besonders modern ist der Trend, Pflanzen an den Wänden zu platzieren. „Relativ unkompliziert sind grüne Bilderrahmen“, meint Thissen. „Dafür sind stark aufrecht wachsende Pflanzen geeignet. Sie müssen wie jede andere Zimmerpflanze passend zum Klima in Raum gewählt werden, sonst leiden sie und werden unansehnlich.“

Eine wilde Mischung von Grün, den angesagten „Urban Jungle“ erzielt man durch die Kombination verschiedener Pflanzen. „Dafür eignen sich alle Arten mit gleichen Ansprüchen, was Temperatur, Licht und Pflegeaufwand angeht“, sagt Hückstädt. Wichtig ist, dass große Pflanzen kleineren nicht das Licht wegnehmen. Deshalb sollten die kleineren näher am Fenster platziert werden. Pflanzen profitieren davon, wenn sie in Gruppen stehen – allerdings nicht zu dicht, da sie sich sonst gegenseitig im Wachstum behindern. Größere Pflanzen kann man auch mit kleineren Arten unterpflanzen und so zwei oder mehr Pflanzen im selben Topf unterbringen. Auch hier müssen die Ansprüche zueinander passen. Wer einen größeren vertikalen Garten im Innenraum anlegen möchte, also zum Beispiel bepflanzte Bilderrahmen, sollte unbedingt einen Fachmann zurate ziehen. Denn hier kommt es auch noch auf einen weiteren Faktor an: die Stabilität der Wände. „Er kann die Statik der Wände beurteilen und passende Systeme fachgerecht installieren“, sagt Hückstädt.

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Eins haben die meisten Zimmerpflanzen gemeinsam: „Fast alle Trendpflanzen kommen aus tropischen oder subtropischen Regionen. Daher benötigen sie meist Temperaturen über 20 Grad“, so Hückstädt. Da sie für ein gesundes Wachstum auch viel Licht brauchen, sollten sie an einem hellen Standort stehen. Insbesondere Pflanzen mit mehrfarbigen Blättern brauchen viel Licht, damit sie farbenfroh bleiben und gut wachsen. In dunklen Ecken verkümmern sie schnell. Sehr hell mögen es zum Beispiel Wolfsmilchgewächse, der Palmfarn und die Zimmertanne.

ZIMMERPFLANZEN: Auch im Haus können Pflanzenfreunde kreativ sein. Der große Vorteil: hier ist es immer warm. Vertikale Gärten, kleine Dschungel – das alles ist möglich, sofern individuelle Ansprüche bedacht werden.

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