Steuer - Entlastung für Alleinerziehende Freibetrag angehoben

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tmn
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Der Entlastungsbetrag wird dauerhaft auf 4008 Euro angehoben. © dpa

Berlin. Wer seine Kinder alleine groß zieht, kann einen steuerlichen Freibetrag in Anspruch nehmen – den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende. Für die Jahre 2020 und 2021 wurde dieser bereits auf jeweils 4008 Euro angehoben, erklärt das Bundesfamilienministerium. Damit soll die besondere Belastung Alleinerziehender aufgrund der Pandemie berücksichtigt werden.

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Durch das Jahressteuergesetz 2020 wird der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende jetzt ab dem Jahr 2022 dauerhaft auf 4008 Euro angehoben. Das Finanzamt zieht ihn von allen steuerpflichtigen Einkünften des Alleinerziehenden ab und verringert dadurch die Steuerlast.

WG-Leben ausgeschlossen

Gewährt wird der Freibetrag allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen, erklärt der Verein Vereinigte Lohnsteuerhilfe: Alleinerziehende Mütter oder Väter leben mit ihrem Kind in einer gemeinsamen Wohnung. Ihnen steht Kindergeld oder der Kinderfreibetrag für das Kind zu. Sie sind unverheiratet oder leben seit dem vorangegangenen Veranlagungszeitraum dauernd getrennt, oder sie sind verwitwet. Und sie leben nicht in einer sogenannten Haushaltsgemeinschaft mit einer anderen volljährigen Person zusammen. Ausnahme sind eigene volljährige Kinder: Leben ein alleinerziehender Vater oder eine alleinerziehende Mutter mit mehreren Kindern zusammen, von denen eines 18 Jahre alt oder älter ist, wird der Entlastungsbetrag für ein minderjähriges Kind in der Regel gewährt, solange die übrigen Bedingungen zutreffen. tmn