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Nachruf - Peter Bogdanovich ist 82-jährig gestorben

Ein Meister des US-Kinos

Von 
dpa
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Regisseur Peter Bogdanovich 2014 beim Filmfestival von Venedig. © E. Ferrari/dpa

In den 1970er Jahren wurde er als Hollywoods „Wunderkind“ gefeiert. Nun ist Peter Bogdanovich, der durch Filme wie „The Last Picture Show“, „What’s Up Doc“ und „Paper Moon“ bekannt wurde, mit 82 Jahren gestorben. Nach Angaben seiner Tochter Antonia starb er am Donnerstag (Ortszeit) in seinem Haus in Los Angeles, wie die „New York Times“ und der „Hollywood Reporter“ berichteten. Sein Sprecherteam betätigte den Tod.

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Bogdanovich hatte ein großes Vorbild, „Citzen Kane“-Regisseur Orson Welles. „Ich habe Orson geliebt. Und ich glaube, er liebte mich tatsächlich auch“, sinnierte der Regisseur 2019 in einem Interview mit dem US-Kulturmagazin „Vulture“. Als der junge Regisseur 1971 mit „The Last Picture Show“ („Die letzte Vorstellung“) ein perfektes Porträt der amerikanischen Provinz in den 50er Jahren auf die Leinwand zauberte, wurde er über Nacht berühmt und mit Kino-Genie Welles verglichen. Mit der Komödie „What’s Up Doc“ (Is’ was, Doc, 1972), mit Barbra Streisand und Ryan O’Neal, und dem melancholischen Roadmovie „Paper Moon“, mit der jungen Tatum O’Neal, folgten weitere Erfolge. „Ich war heiß“, sagte Bogdanovich im erwähnten „Vulture“-Interview. Man habe ihm damals die Regie von Filmen wie „Der Pate“, „Der Exorzist“, „Chinatown“ – „und nahezu alles“ – angeboten.

Kollegen würdigen ihn

Kollegen reagierten am Donnerstag betroffen auf die Todesnachricht. „Er war ein enger Freund und ein Meister des Kinos“, schrieb Regisseur Guillermo del Toro auf Twitter. Er habe „Meisterwerke“ geschaffen. „Ich bin am Boden zerstört. Er war ein wunderbarer und großer Künstler“, würdigte Francis Ford Coppola laut „Deadline.com“ den Filmemacher. „Peter hat mich immer zum Lachen gebracht“, schrieb Oscar-Preisträgerin Barbra Streisand (79) auf Instagram zu Schwarz-Weiß-Fotos von ihren Dreharbeiten für „What’s Up Doc“. Er werde „dort oben“ weiter für Lacher sorgen. Bogdanovich sei für sie eine Vaterfigur gewesen, schrieb Tatum O’Neal (58) auf Instagram. Sie habe sich bei ihm sicher gefühlt. Dazu postete sie ein Foto und Video von den Dreharbeiten zu „Paper Moon“. Für ihren ersten Spielfilm, an der Seite ihres Vaters Ryan, erhielt sie 1974 im Alter von zehn Jahren einen Oscar für die beste Nebenrolle. Sie spielte ein gerissenes kleines Mädchen, das sich während der großen Depression mit einem Trickbetrüger durchschlägt.

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Bogdanovich machte häufig durch sein Privatleben Schlagzeilen. Bei Dreharbeiten zu der Komödie „Sie alle haben gelacht“ (1981; „They All Laughed“) verliebte er sich erneut in eine Darstellerin, das Model Dorothy Stratten. Deren Ehemann Paul Snider brachte die 20-Jährige um und tötete sich selbst. Nach Strattens Tod sei er am Ende gewesen, sagte Bogdanovich in „Vulture“. Spielfilme inszeniert er später nur noch selten. Für „The Cat’s Meow“ holte er 2001 Kirsten Dunst vor die Kamera. In der Komödie „She’s Funny That Way“ ließ er seine Stars Jennifer Aniston, Owen Wilson, Rhys Ifans und Imogen Poots durch amouröse Verwicklungen stolpern. Den Film stellte er 2014 bei den Filmfestspielen in Venedig vor. 

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