Restaurant-Empfehlung - Das neue Welde Brauhaus in Schwetzingen vereint Moderne und Tradition – in Küche und Ambiente Vom Gemüsestick bis zur Haxe

Von 
Jürgen Gruler
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Das ist sie – die leckere Haxe, die im Welde Brauhaus in Schwetzingen immer abends serviert wird. Sie gart für zwölf Stunden und hat eine krosse Kruste. © Welde

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Anfahrt



  • Welde Brauhaus, Mannheimer Straße 2, Schwetzingen
  • Telefon 06202/5 90 60 79, kein Ruhetag

Hier gibt’s brauhaustypisches Essen – aber die klassischen Rezepte werden modern zubereitet. Wichtig sind Max Spielmann und seinem Team Regionalität und Qualität. Die Zutaten kommen fast alle aus der Kurpfalz. Das reicht vom „Biertello Tonnato“ mit Rind, Hopfen, Thunfisch, Kapern und Salat (11,90 Euro) als Trinkhilfe, bis zur Haxe, die zwölf Stunden gegart wird und mit Kartoffelknödeln, Sauerkraut und Pepper-Pils-Soße (17,90 Euro) ab 17 Uhr gereicht wird. Lecker auch das Tomahawk-Stielkotelett vom Landschwein (19,90). Und zum Nachtisch gibt’s ein Bieramisu (6,50 Euro).

Getränke

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Natürlich steht im Welde Brauhaus das Bier im Mittelpunkt. Ständig sind 16 verschiedene Sorten im Ausschank. Was am Hahn ist, steht auf der großen Tafel über der Theke. Übrigens gibt es nicht nur die Spezialitäten aus der eigenen Manufaktur, sondern auch aus befreundeten kleinen Brauereien und von Craft- Beer-Machern aus dem ganzen Land. Donnerstags und freitags um 17 Uhr sowie samstags und sonntags um 12 Uhr wird ein Holzfass mit Kurpfalz-Bräu Helles angezapft, das gibt’s dann aus dem tiefgekühlten Steinkrug. Die Weine kommen von Pfälzer Vorzeigebetrieben.

Ambiente

Bei der Neueröffnung des Welde Brauhauses im Frühsommer ist eine gute Mischung zwischen Moderne und Tradition gelungen. Viel Holz, wunderbare grüne Fliesen, Kunstwerke aus den schön geschwungenen Welde-Flaschen und Lampen in der Form von Hopfendolden über der großen Theke sorgen für Chic. Im hinteren Bereich ist an den schwarzen Tafelwänden die Geschichte der Brauerei und die Art und Weise, wie die Welde Braumanufaktur Bier macht, dargestellt. Im Obergeschoss gibt es Räume für Vereine und Familienfeiern, aber auch Balkone für ein romantisches Essen.

Geschmack

Der Brauhaussalat war mit Obst, Nüssen und Ziegenkäse-Croûtons drapiert und Wanja‘s Dressing gab den richtigen Pfiff. Die Dorade ist auf den Punkt gegrillt, der lauwarme Kartoffelsalat war an diesem Tag vielleicht etwas grob. Sehr lecker mit krosser Kruste und dem Fleisch, das sich mit der Gabel vom Knochen abziehen lässt, ist die Haxe. Und es ist schön, dass man nicht immer ein großes Gericht essen muss, es gibt leckere Kleinigkeiten zum Bier. Mittags sind saisonale und wöchentlich wechselnde günstige Gerichte – vom Schnitzelbrot bis zur Gemüsesuppe mit Kürbis – auf der Tagestafel.

Wissenswertes

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Wo jetzt das Welde Brauhaus steht, begann im Jahr 1752 die Geschichte der Familienbrauerei Welde. Hier im Gasthaus „Zum Grünen Laub“ haben schon Heinrich Joos, Johann Welde, Hans Hirsch und all die anderen Welde-Braumeister ihr Bier gebraut. Ihre Frauen wie Barbara Welde und die legendäre „Welde-Liesel“ standen hinterm Tresen und versorgten die Gäste mit dem selbst gebrauten Bier. Seit dem Umzug der Brauerei nach Plankstadt stand das Stammhaus für bürgerliche Gastlichkeit. Nach Abriss und Neubau ist nun eine neue Welde-Visitenkarte entstanden.

Fazit

Das Welde Brauhaus verknüpft sowohl im Ambiente als auch in der Küche die Ansprüche junger und junggebliebener moderner Gäste an die Gastronomie mit der langen Tradition der Familienbrauerei. Hier lässt es sich prima mit Freunden oder der Familie bei einem Bier sitzen oder eine Feier veranstalten. Das Personal kennt die Speisekarte und gibt Empfehlungen. Im Sommer lässt es sich im Biergarten in der Fußgängerzone sitzen oder zum romantischen Dinner auf dem Balkon. Toll ist der Bierhumidor mit Sixpacks zum Mitnehmen.

Chefredaktion Jürgen Gruler ist Chefredakteur der Schwetzinger Zeitung.

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