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Fernweh

Wie ein Schriftsteller einem Gefühl einen Namen gab

Von 
Katharina Koser
Lesedauer: 

Die deutsche Sprache ist reich an Wörtern, die Gefühle und Gemütszustände ausdrücken. Eines davon ist „Fernweh“. Der Duden definiert es als „Sehnsucht nach der Ferne, nach fernen Ländern“, als Synonym wird „Reiselust“ genannt.

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© Katharina Koser

Doch der Schmerz, der im zweiten Wortteil „Weh“ steckt, lässt sich sprachlich anders kaum fassen. Das Fernweh ist mehr als die Reiselust, es ist ein starkes inneres Drängen nach dem Unbekannten, aus der vertrauten Umgebung heraus.

Das Wort dafür ist noch nicht sehr alt. Zugeschrieben wird es dem Landschaftsarchitekten, Schriftsteller und Weltreisenden Hermann von Pückler-Muskau (1785-1871), der es - analog zum älteren „Heimweh“ gebildet - in seinen Reiseerzählungen verwendete. Offenbar hatte er damit einen Nerv getroffen, denn seine Neuschöpfung wurde dankbar angenommen - zunächst von Poeten, später von der Tourismusbranche.

Die Sehnsucht, fremde Länder und Kulturen zu entdecken, dürfte derzeit bei vielen wieder größer geworden sein. Wie gut, dass wir ihr wenigstens einen Namen geben können.

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