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Corona-Krise

Mannheimer Capitol bleibt trotz fallender Inzidenz bis September zu

Von 
Jörg-Peter Klotz
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Mit nur 100 erlaubten Besuchern ist im Capitol kein rentabler Betrieb kalkulierbar möglich. © Capitol

Mannheim. Die Inzidenzzahlen fallen, die der Impfungen nehmen zu, so dass die ersten Kultureinrichtungen Öffnungen planen – da verkündet das Mannheimer Capitol, dass es bis September geschlossen bleiben werde und Umbaumaßnahmen vorziehe. „Das mag paradox klingen“, sagt Geschäftsführer Thorsten Riehle auf Anfrage dieser Redaktion, „aber die jetzt durch die Landesregierung bekanntgegebenen Lockerungen in drei aufeinander aufbauenden Öffnungsschritten bedeuten für uns als privates Kulturhaus, dass wir nur mit großen Verlusten öffnen könnten“.
Die Überbrückungshilfen deckten zwar die Fixkosten,. Gagen und weitere Veranstaltungskosten wie Technik, Auf- und Abbauhelfer, Übernachtungen oder Catering bildeten aber weiterhin ein wirtschaftliches Risiko. „Dazu kommt die verständliche Unsicherheit der Besucherinnen und Besucher, Karten für Veranstaltungen in Innenräumen zu buchen. Sie trägt nicht dazu bei, dieses Risiko zu minimieren. Zumal zunächst überhaupt nur 100 Menschen zugelassen sind“, so Riehle
Abschiedstour von Rockt zu Hause
Deshalb habe sich das Capitol dazu entschlossen, alle Veranstaltungen vor der Sommerpause zu verlegen beziehungsweise abzusagen und die geplanten Umbauarbeiten im letzten Bauabschnitt der Generalsanierung vorzuziehen. Am 4. Juni gehe die 40. und letzte Ausgabe des erfolgreichen Capitol-Digitalformats Rockt zu Hause als Special über die Bühne. „Danach wird das Haus gesperrt, weil unter anderem der Fahrstuhl aus dem Keller in den Saal eingebaut und dafür der Boden geöffnet werden muss“, erklärt Riehle, Mit Rockt zu Hause sei im Sommer eine Freiluft-Abschiedstour geplant, mit dem Abschlusskonzert „Capitol macht Mut“ am 15. September im Haus.
Präsent sei man über den Sommer auch im Herzogenriedpark, wo die Newcomer-Konzerte der „//CIN//CIN// „wild & lokal“-Reihe“ in der Konzertmuschel laufen. Auch im Park der Heinrich Vetter Stiftung sei man laut Riehle wieder zu Gast „und wir hoffen, dass wir im Sommer mit dem ,Jetzt Erst Recht’Festival wieder die Seebühne bespielen dürfen, um vielen Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit zu bieten, ihren Lebensunterhalt zu verdienen und dem Publikum etwas zu bieten.“

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Wie der Betrieb ab September konkret aussehen könnte, wisse er nicht:  "Irgendwann wird es möglich sein, Veranstaltungen wieder so durchzuführen, wie wir es gewohnt sind. Ob und wenn ja welche Vorgaben wir dabei einhalten müssen, können wir im Moment noch nicht einschätzen. Deshalb planen wir zwar ohne große Abstandsregelungen, haben aber dennoch Teilbereiche gesperrt, um Ausweichsitzplätze anbieten zu können.Bei einigen Veranstaltungen haben wir Sitzplatzsperren zu den Nachbarplätzen vorgesehen. Ob das ausreicht, wissen wir derzeit nicht." Das Capitol versuche  aber alles, um alle Veranstaltungen durchführen zu können und den Besuch so einfach und angenehm, aber auch so sicher wie es möglich ist, zu gestalten. "Dabei werden wir auch weiterhin auf die Mithilfe und Geduld des Publiukms angewiesen sein. Deshalb bitten wir Sie: Informieren Sie sich vor Ihrem Besuch auf unserer Homepage zu Ihrer Veranstaltung", erklärt Riehle und betont abschließend: "Kunst und Kultur bleiben lebensrelevant. Daran glauben wir fest!"

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